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bleiben." Bissen ihn also nieder und fraßen ihn weg. Also tun auchdie Mächtigen und Gewaltigen: sind einander weich und verzeihen ihnenleichtlich, aber den Untertanen und Schwächern sind sie hart und uner-bittlich, wie es Juvenalis gar fein in der zweiten Satyra anzeigt hat:Dat veniam corvis, vexat censura columbas.
Und der Dichter der Fabel legt sie aus, daß der Fuchs bedeutedie Mönche, die als Meister in ein Amt im Kloster gestellt sind undnichts wider den Abt handeln, daß der Wolf aber der Abt müßt sein,und die Esel seind die schlichten Brüder, deren kleine Verschuldung gleichgroßer Sünd gilt, so die Obern einander selbst willig verzeihen.
27. Von Konrad Schellenberger, dem Pfaffen von Munderkingen.
Ich hab einen Priester gekennet, der wollt mit etlich andernPriestern auf ein Kirchweih ziehn; dann er ein neuen Kittel håttangelegt und sich drin hoffärtig und hübsch dünket, war er von denandern in die Donau gestoßen worden, auf daß sie ihm den Kittelentfärbeten. Als man ihn leztlich mit großer Müh hátt herauszogen,da sprach er mit Ernst und Verdruß:„ Bei Gott, wann ich mich besserbesonnen hátt, so wär ich im Wasser blieben und ertrunken, derhalb,daß Ihr danach allesamt Irregulares gewesen wäret und gezwungen,Euer Lebzeit in Armut zu verbringen." Seht, was er sich für eintreffliche Rach erdacht hátt.
28. Von einem Zunftmeister.
dem zwar kleinen, aber reichsfreien Städtlein Buchhorn wareiner ein Zunftmeister; als der einmal in Kostniß auf derMetzger Trinkstuben kommen war, ward er um seines geringen An-sehns halber veracht und zu allerunterst an den Tisch gesetzet. Daslitt er übel, lachet derhalben immerzu den Zunftmeister der Metzgeran; drum ließ der fragen, warum ihn der Fremde so anlachet. Derantwortet:„ Darum, daß Dir die Deinigen so groß Ehr erzeigen,als mir daheim die Meinen, dann auch ich bin den Meinen ein Meister,
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