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Heinrich Bebels Schwänke. zum l. Male in vollst. Übertr. hrsg. von Albert Wesselski
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57
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andern geliebt ward. Schweig", sprach er, dann auch ich hab seinenMantel heimlich zu Stücken verschnitten", Diese Rache war ihm genugfür die Keuschheit seines Weibes Glossar ::: zum Glossareintrag  Weibes.

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18. Von eim andern Eiferer.

Is ein närrischer Mann, der ein schönes, hübsches Weib Glossar ::: zum Glossareintrag  Weib genommenhått, auf ein Zeit etliche Tag lang von heim auswar, wollt er,wie er gegen der Nacht wiederkame, der Gattin Sinn erforschen, danner trug Sorg um ihre Keuschheit; da fand er vor den Staffeln derKammerstiegen ein Paar Schuh, daraus er wohl konnt abnehmen, daßein Ehebrecher bei ihr wår. Derhalben er vermeinet, es war gut, daßer weislich und zeitlich in der Sach handlete, gieng er weg und wolltden Handel am Morgen etlich Verständigern vorbringen, auf daß siedarum urteilten, wie der Frevel zu råchen wäre. Am andern Tag kamer zu sein guten Freunden, eröffnet ihnen sein Anliegen und sagetdaneben, jetzt hátt ers erfahren, daß die Menschen meist aus großemZorn ihrer selbst vergåßen und ihres Verstandes nicht wohl mächtig blieben;dann es hátt ihm nicht weit gefehlt, er war durch Unbilligkeit der Sachund Zorn dahin beweget worden, daß er des Ehebrechers Schuh intausend Stücklein verschnitzelt hätt, doch hått er den Grimm mit Ver-nunft unterdruckt, bis daß er über die verdiente Straf schlüssig wår.

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19. Von Herrn Ulrich, Grafen von Württemberg.

ie der edle Graf Ulrich auf ein Zeit zu seinem Kaplan saget, ersollt ihm ein Jägermeß halten, das ist, er sollts kurz machen, wiees dann die Jäger gernhaben, suchet der Kaplan das ganze Buch ausum die Jagermeß; und als ers nicht konnt finden, ging er traurig zudem Fürsten und beklaget sich, er wüßt keine Jägermeß zu finden, dessenihn der Herr mit nicht wenig Lachen hat unterwiesen.

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