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Heinrich Bebels Schwänke. zum l. Male in vollst. Übertr. hrsg. von Albert Wesselski
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Wie

12. Von demselben.

ie ich in Zwiefalten war, saget derselb im Scherz, das Beisschlafen wår kein tödliche Sünd, dann es vollbrachtens dieLebenden, war auch kein Hauptsünd, dann es geschahe unterhalb desBauchs, letztlich kein tägliche( so sagen die Unsern für läßliche), dannes den mehrern Teil bei der Nacht getan würd.

13. Von demselben.

Sch hátt mir vorgenommen, nichts unzüchtigs zu schreiben; weil esaber derer nicht mangelt, die schmähliche Tat begehn, auch solcher,so die andern sollten von der Sund abhalten, muß mir der ehrlicheLeser verzeihen, wann ich dazwischen was unzüchtigs, aber wahreswerd erzählen von wegen der Kundmachung der Schändlichkeit. Wiederselbig einen Bauern ersahe, der sein Weib Glossar ::: zum Glossareintrag  Weib nach dem Bad aufeiner Stuten heimbrachte, da zog er sein Gesellen heraus und saget zumBauern: Nimm dieses mein Werkzeug, auf daß Du könntest ab-helfen dem Kiẞel Deiner Frauen." Antwortet der Bauer fein schimpflich:" Ich bitt Dich, mein Herr, stecks derweil meiner Stuten in die Voßzhinein, ein ander Ort hab ich jetzt nicht."

14. Von eim Boten.

Im Städtlein zu Geislingen war ein Bot, dem seßet ein ehrbare

Trunk verkost und den Betrug verstanden hått, saget er: Der Weinschmeckt nach dem Faß", das ist: wie das Faß, so der Wein.

15. Von dem Irrtum eines Arzts.

Diaſatyrion nennen die Arzt ein Latwerg, die zu geiler Luſt reizet;

diese katwerg hátt ein alter Mann, der von neuem ein Weib Glossar ::: zum Glossareintrag  Weibgenommen hátt, von einem Arzt verlangt. Hingegen hått auch ein Jung-

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