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Heinrich Bebels Schwänke. zum l. Male in vollst. Übertr. hrsg. von Albert Wesselski
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Unterlaß bei ihr hausen müßt, Fried haben bei ihr?" Ging hinweg,ich weiß nicht, wo hinaus.

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86. Von Konrad Schotten, dem Ritter.

In dem Kriegszug, da Kaiser Friedrich, der Dritte, den HerzogCarolum von Burgund wegtriebe von der Belagerung der StadtNeuß, zoge der Ritter Konrad Schott entweder wegen der Beut oderaus Kampfgier mit sein Knechten aus dem Lager hinaus und fordertden Feind zum Scharmüßel heraus; die Feind aber fielen haufenweisauf ihn und seßeten ihm hart zu. Als aber die Unsern, die das sahen,auch aus dem Lager gingen, ihnen Hilfe zu leisten, blieben viele aufbeiden Teilen. Wie nun der Kaiser vernahm, daß der Seinigen etlicheerschlagen wären, ließ er forschen nach dem Anstifter des Aufruhrs,den er beschlossen hátt aufs allerhöchst zu strafen. Als Konrad nun,vor des Kaisers Angesicht gerufen, dastund und hart getadelt ward,saget er: unüberwindlicher Kaiser, ich hab diesen Kampf für michallein angefangen, und so etliche darin seind umkommen, ists mir leid,ist aber ohn mein Schuld geschehn; dann ich, wie ich gesagt habe,hab das für mich allein getan und um mein Haut zu jucken. Ich habniemand gebeten und niemand befohlen, daß man mir sollt Hilf reichenoder für mich streiten." Ward also ledig gelassen. Mir hat das einEdelmann erzählt.

87. Von der Fasten eines Bauern.

eulich fraget ich ein Bauern im Dorf Zwiefalten, wie viel Tag er

Aschermittwoch, wo er den vorigen Tag in der Fastnacht so vielgefressen hätt und so voll gewesen war, daß er nicht essen konnt.

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88. Wider die Müller.

ei uns wird in einem Sprichwort gesagt, es gab nichts tapfrersweder eines Müllers Pfaid, dann das nimmt jeden Morgen einDieb beim Kragen.

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