hinter sich gelegt, die niemand könnet finden, noch ihm stehlen; gabdamit zu verstehn, er hätts unter arme Leut austeilt.
67. Ein andere Histori.
Ou Reutlingen in der Stadt hab ich ein Menschen gesehn, jung,
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der verdammte Brauch in unsern Landen so gar überhand genommenhat) dermaßen überfüllt hátt, daß weder Füß noch Kopf ihr Amt tunkunnten; da ward er durch seine Mitzecher mit den Händen getragenin seiner Mutter Haus. Und wie er der Mutter war ansichtig worden,ſaget er zu ihr( wie ers auch in Gegenwart mein bekennet hat):Mutter, sag den Leuten Dank, die mich tragen." Daraus nachmalein Sprichwort ist worden.
68. Ein anders.
Als ein Gerücht war lautbar worden, daß Kaiſer Friedrich, des
Namens der dritt, auf ein Zeit im Willen hátt, auf Tuttlingen,unsers Fürsten Stadtlein, zu ziehn, schickten die Einwohner ihre Ge-sandten zu ihm und ließen ihn bitten, daß er nicht wollt bei ihneneinkehren, dann sie wären nicht genugsam gerüstet, seiner Herrlichkeitgebürlich Ehr zu beweisen, hätten auch weder Speis noch Behausunggenug. Den Kaiser aber focht diese Bitt nichts an; wie er aber in dasStadtlein kame, und die Pferd in den Gassen schier bis auf die Kniemußten im Kot waten, geht die Sag, der Kaiser hab gesagt:„ Schautum Gottes Willen, wie fromme und treue Leut das seind, die mir undmeinem Nuzz so wohl haben geraten, dann sie besorgt haben, wir würdenvielleicht im Kot versinken."
69. Ein anders von eim Bauern.
Sinem Bauern im Schweizergebirg waren sein Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib und alleKinder an der Pestilenz gestorben, derhalben er unwillig war. Ichhab allzeit gehört“, saget er,„ alles, was dem Menschen lieb sei, dasführ ihm der Teufel hinweg."
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