In
52. Von einem Landsknecht.
demselben Fähnlein dienet etliche Jahr ein ander, mir wohlbekannt;
als der bei zwei Jahr von der Frau weg war, hått sie nichtsdesto minder ein Knäblein geboren. Darob pfleget er allenthalb zurühmen, wie ihm Gott ein so tragend und fruchtbar Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib bescherthätte, die ihm auch Kinder bråchte, wenn er nicht daheim wår.
53. Von einem Pfaffen.
inem Pfaffen, mir sehr wohl bekannt, hått ein einmal ein Bauergebeichtet; dem wollte er sein Sund nicht vergeben der Ursachhalber, daß er bei ihm im Haus offenbare Sünder hielte. Der Bauerleugnet erschrecket, der Pfaff aber beharret, es wäre wahr, dann erhielte einen Kuhstier( wie es dann der Bauern Gebrauch ist, solche Stierwegen Mehrung des jungen Viehs zu halten). Und er sprach den Bauerseiner Sünd nicht ledig, bis daß er sich nicht darüber mit gelehrten Leutenberaten hått.
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54. Ein anders.
ls ein übelberufen Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib in Hechingen demselben Pfaffen wolltbeichten, schrie er:„ Gang hin, ich will Dich nicht von fern hören."Die fraget zaghaft um die Ursach, da saget er:„ Weil auch ich Dichsonst beliegen würde." In dem Ding ist er aber achtenswert gewesendann er nicht wie so viele hat sein eigen Schäflein verschlingen wollen.Als derselb mit ein anderm Pfaffen, so mir auch bekannt ist, ein Wort-streit hått, saget er ihm, er hått eine Mezzen bei ihm. Der ander leugnet,so saget er:' s ist doch wahr, dann Du hast mire ja gebeichtet." Undviel ander Ungebürlichkeit hat er noch gestiftet, die auf ein Zeit wirderzählt werden.
55. Von eim andern Pfaffen.
Ich schämete mich schier, ſoviel Ungebühr der Pfaffen zu erzählen,
aber sie schämen sich nicht, solches zu tun. Ich hab ein anderPfaffen gekennet, der hått mit den Bauern in der Nacht getrunken.
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