Druckschrift 
Heinrich Bebels Schwänke. zum l. Male in vollst. Übertr. hrsg. von Albert Wesselski
Entstehung
Seite
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44. Von einem Landsknecht.

ar ein Landsknecht im Schweizerkrieg, mit Namen Matthias Bulach.

War

Tüchlein umwickelten, ungeschickt zu dem Krieg waren, pfleget er widersolche zu sagen: Ihr sollt meine Kriegsleut werden", und da siefragten: Warum?", saget er drauf: Ich weiß ein Agelnest auf einerEich, das will ich morgen ausnehmen und stürmen." Damit zeiget eran, daß sie unwissend und grobe Leut wären und nicht geschickt zudem Krieg.

45. Von Paulus Wüst.

Als unser Fürſt Eberhard, der Bartete, den Paulus, der wegen

seiner unflåtig und groben Schwänk und Possen Wüst genennetist worden, angeredt hátt, er sollt sein Hofgesind und Diener werden,da antwortet Paulus: Mein Vater hat ihm selbst ein eigenen Narrengemacht; willst Du auch einen haben, so mach Dir ihn auch selbst,wie dann mein Vater getan hat."

46. Von eim Bauern.

Ich kenn ein Bauern, der zu einem Schultheiß in seinem Dorfward gewählt und nicht über lange Zeit danach gen Münsingenins Städlein ins Bad ist kommen. Wie er daselbst hätt einen troffen,mit dem er vor Zeiten die Roß gehütet, und ihm derselb Glück ge-wünscht hätt zum neuen Amt, saget er zu ihm unter anderm: Werhåtte je vermeint, lieber Freund, da wir Roßhirten waren, daß ichunwürdiger Mensch sollt einmal ein Schultheiß werden", vermeinet,er wår in ein solch hohes Amt gesetzt worden, daß schier ein Wunder-glück war von noten gewesen, und waren doch nicht mehr denn neunBauern, über die er zu gebieten hátt.

LLLLen JURQUOLELL

さい

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