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Heinrich Bebels Schwänke. zum l. Male in vollst. Übertr. hrsg. von Albert Wesselski
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weiß, daß ich so fromm und ehrbar bin als Du." Da mußten wiralle lachen, dieweil sie die ander ein Hur und Diębin gescholten undsich ihr dennoch verglichen hätt.

39. Ein Schwank von einem roten Boten und einem Wirt.

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ei einem rotfarbenen Wirt hätt ein Bot, der viel rotfarbener war,einkehrt und ihm zwanzig Gülden zu verwahren geben; aber überein kleine Zeit fordert ers wieder. Der Wirt verwundert sich darob,warum er das Geld sobald wieder fordert, und saget: Warum verlangstDus zurück, wo Du noch nicht im Sinne hast hinwegzugehn." Ant-wortet der Bot: Weil Du rot bist, und die Farb Bosheit anzeigt nachdem Reimen:

Demut ist selten bei kurzen Leuten,

Rot Haar tut uns gewöhnlich Untreu deuten."Saget der Wirt: Du bist ja viel röter denn ich." Sprach der Bothinwider: Desto besser kenn ich Dich, so ich Dein Natur aus dermeinen abnehme."

Die

40. Von eim andern Roten.

ie unsern pflegen, bald sie ein roten Menschen sehn, zu sagen, erwår ein übler Kaminfeger; und wann man die Ursach fragt, sosagen sie: Ja wann er den Kopf oben zum Kamin herausstreckte, sowürden die Bauern wähnen, es war ein Feuer, drum zusammenlaufenund Sturm über ihn schlagen."

Wie

41. Von einem, der trauert.

ie wir neulich in der Fasten im Jahr MDVI unser etlich beieim Bauern zu Weilberg zu Gast waren, fraget ich unsernWirt, warum er einen so langen roten Bart trüge. Antwortet er, ertrauerte um seinen Schwäher. Saget ich drauf: Das ziemt in feiner

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