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Heinrich Bebels Schwänke. zum l. Male in vollst. Übertr. hrsg. von Albert Wesselski
Entstehung
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XVIII
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Mannesalters scheinen ihm von neuem Gesundheitsstörungen ge-bracht zu haben, wofür auch der Umstand spricht, dass er nach1512 kein nennenswertes Werk mehr hervorgebracht hat. In einemBriefe vom 17. August 1515¹) erkundigt sich Hummelberger vonRom aus besorgt um sein Befinden. 1518 ist eine Ausgabe derPhysik von Aristoteles, von Altenstaig veranstaltet, erschienen, worinsich ein Distichon Bebels befindet, das er am Krankenlager ver-fertigt hat.) Nach einer Stelle in Hummelbergers Briefe an JohannAlexander Brassicanus vom 4. März 1518³) ist er damals nocham Leben gewesen; nicht so sicher ist es aus einer andern Stelleim Briefwechsel der beiden genannten Gelehrten zu entnehmen. 4)

Wahrscheinlich ist, dass ihm dieses oder das folgende Jahr denTod gebracht hat. Melanchthon ehrte sein Andenken durch griechi-sche Verse, 5) Hummelberger durch eine lateinische Grabschrift 6).Bebel ist zu früh gestorben; interessant wäre es gewesen,zu beobachten, wie er sich gegen die Reformation verhalten hätte,der er, vielleicht unbeabsichtigterweise, so viel vorgearbeitet hat.

BEBELS FACETIEN.

Die Facetien sind zum ersten Male 1508, damals nur zweiBücher umfassend, zugleich mit den Proverbia germanica erschienen.Diese Ausgabe hat folgendes Titelblatt:

In hoc libro continentur

Haec Bebeliana opuscula noua.

1) Cupio autem imprimis scire ut vales, mihi enim tua valetudonon parum curae est( Horawitz, Zur Biographie und Correspondenz Jo-hannes Reuchlins, 1877, S. 20).

2) Henricus Bebelius morbo gravatus hoc distichon extorsit( Zapf,S. 29 und 73).

3) Horawitz, Analekten zur Geschichte der Reformation und desHumanismus in Schwaben, 1878, S. 10 ff.

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4) Vgl. die Anmerkung zur 131. Facetie des III. Buches.

5) Sie stehn unter anderm im Corpus Reformatorum, X, S. 479.6) Horawitz, Analekten, S. 18.