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Die beiden ältesten lateinischen Fabelbücher des Mittelalters des Bischofs Cyrillus "Speculum sapientiae" und des Nicolaus Pergamenus "Dialogus creaturarum"
Entstehung
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ERLÄUTERUNGEN. Heller, Grumplum 4331

Ehe wir über die wesenheit der unter dem namen eines bi-schofs Cyrillus existierenden fabelsammlung selbst sprechen, ist esnöthig, soweit es in der möglichkeit liegt, festzustellen, wer derverfasser derselben gewesen ist, womit gleichzeitig eine annäherndelösung der frage über das alter derselben verknüpft ist.

Der titel derselben in den handschriften ist immer: Speculum

*

1 Es giebt sehr viele, aber fast ohne ausnahme nur dem 15 jahrhundertangehörige handschriften des lateinischen textes. So führt der Wienerhandschriftenkatalog( Tabulæ codd. mss. in biblioth. Palat. Vindobon.Vind. 1864) nicht weniger als sieben lateinische: nr. 1037( dies ist dercorvinianische codex, nach welchem Corderius seine ausgabe herausgab.Denis, Catal. codd. theol. bibl. Vindob. T. I. P. II. col. 2167 sq. führtihn auch an, spricht aber dem slavenapostel Cyrill die autorschaft abund sagt, das Buch sey im späten mittelalter verfasst). 3947. 4025.4671. 4686. 5084 u. 12531 an. Die überschrift der letzten vier vindicirtjedoch das buch dem Cyrillus Hierosolymitanus und es hat der gelehrteJoh. Alex. Brassicanus, dem nr. 4671 gehörte, auf dem ersten blatte unteneigenhändig dazu geschrieben:» hæc de Cirillo Anastasius Romanæ biblio-thecæ præfectus«<, worauf denn folgt, was dieser ebengenannte von demslavena postel Cyrill erzählt. Zu leugnen ist übrigens nicht, dass in denkatechesen des bischofs Cyrillus von Jerusalem( 385/6) sich vieles fin-det, sogar was cosmographie und naturphilosophie( cat. 6 u. 15) anlangt,was mit den tiefsinnigen axiomen des verfassers des Speculum über-einstimmt( z. b. cat. 19-23). Allein. wie gesagt, ein grund für seineautorschaft liegt nicht vor, und selbstredend müsste dann dasselbe ur-sprünglich griechisch geschrieben gewesen sein und dagegen sprechenalle gründe.

Ebenso finden sich auf der Prager universitätsbibliothek vier hand-schriften des lateinischen textes unter 13 F. 9, 5 D. 8. nr. 6, 4 A. 15nr. 2, 3 D. 23 nr. 4,( s. Hanusch, nachträge zu Hanslik, geschichte derPrager universitätsbibliothek S. 28) über welche weiter unten gespro-chen werden wird.

Desgleichen befinden sich auf der königl. bibl. zu Berlin drei papier-handschriften des 15 jahrhunderts, nämlich: