106.121.ii 122.
45. 69.
104.
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SCHLUSSWORT DES HERAUSGEBERS.
Der unterzeichnete übergiebt hier dem gelehrten publicumeinen neuen textabdruck der zwei ältesten fabelbücher des mittel-alters und glaubt damit manchem mittelalterlichen forscher einengefallen erzeigt zu haben. Die hier und da in den bibliothekennoch erhaltenen ausgaben der beiden werke sind so wenigen zu-gänglich, und was besonders das Speculum Sapientiæ anlangt, dervielen schwierig zu entziffernden abbreviaturen und druckfehlerwegen, sowie der gänzlich fehlenden interpunction halber so schwerlesbar, dass mir, der ich in den fast nun vierzig verflossenen jahren,in welchen ich mich stets mit der mittelalterlichen prosaliteraturdieser gattung beschäftigt habe, ein sorgfältig revidierter textab-druck immer sehr wünschenswerth erschien. Ich machte mir nun zumeinem eigenen gebrauche eine genaue abschrift der beiden ältes-ten ausgaben dieser werke und wendete mich schließlich an denlitterarischen verein mit der anfrage, ob er nicht vielleicht geson-nen sei, die herausgabe dieser beiden merkwürdigen schriften zu be-werkstelligen. Derselbe kam mit der größten bereitwilligkeit meinemanerbieten entgegen und so ist denn hiermit eine ausgabe der beidenwerke zu stande gekommen, die, wie ich hoffe, billigen ansprüchengenügen wird. Ich habe, wie gesagt, den text der beiden erstenausgaben zu grunde gelegt, denselben aber mit allen mir zugäng-lichen texten verglichen und glaube namentlich dadurch, dass ich einesehr genaue interpunction eintreten ließ, einen verständlichen undlesbaren text hergestellt zu haben. Allerdings wird man sichbei dem Speculum Sapientiæ immer erst an die schwerfällige
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