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Fände er eine solche, so sollte sie seine Gemahlin werden, ganz gleich,aus welchem Stande sie sei.
Der Müller setzte sich auf ein Stühlchen und blieb so sitzen, währendihn die Herren nach verschiedenen Kleinigkeiten fragten. Als er nachlanger Zeit immer noch nicht zu sehen war, sagte die Müllerin zu Marysia:,, Weist du, Marysia, binde dir ein Tuch um, gehe in den Gutshof undhole den Vater, denn wir brauchen ihn." Marysia tat, wie ihr die Mutterbefohlen, ging in den Gutshof und eilte dem Korridor zu. Vor dem Korridorstand gerade der König, den sie nicht bemerkte. Sie gelangte unter herab-hängende Baumäste, duckte sich nicht und die Zweige erfaßten das Kopf-tuch. Marysia lief weiter, das Kopftuch blieb in den Zweigen hängen.Der König erblickte ihr goldenes Haar und fand solches Gefallen an ihr,daß er mit ihr sprechen wollte. Aber er konnte nicht. Denn Marysia riefihren Vater und eilte schnell nach Hause zurück. Da ging der König zu demMüller und fragte ihn: ,, Wem gehört diese wunderschöne Jungfrau Glossar ::: zum Glossareintrag Jungfrau?", Das ist meine Tochter," antwortet der Müller und will nach Hause gehen.Doch der König fragt weiter: ,, Wie alt mag sie sein?" ,, Zwölf Jahre,"entgegnet der Vater. ,, Ihr müßt mir Eure Tochter zur Gemahlin geben.",, Ich kann sie dir nicht geben," antwortet der Müller., Versuchstdu dich zu weigern, so umzingelt morgen ein Heer dein Haus, tötet dichund deine Frau und nimmt deine Tochter weg."
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Voll Kummer begab sich der Müller nach Hause. Der König setztesich in seinen Wagen, fuhr in den Palast und gab den Heeresleitern denBefehl, daß morgen um 7 Uhr zu einem Manöver gerüstet werden soll.
Am folgenden Tage erschien der König mit seinem Heere und um-zingelte das Haus des Müllers so. daß man nicht einmal einen Fingerzwischen die Soldaten stecken konnte. Der König trat in das Haus undsprach: ,, Willigst du, Müller, in alles ein, was ich dir sage? Gibst dumir deine Tochter nicht zur Gemahlin, so laß ich dich und deine Frautöten und nehme mir die Tochter."
Der Müller denkt, daß es besser sei sein Leben zu bewahren als einesschweren Todes zu sterben und sagt: ,, Ja, ich gebe sie dir; nimm sie dirin deinen Königspalast."
Der König nahm die Jungfrau Glossar ::: zum Glossareintrag Jungfrau, setzte sie in seinen Wagen und fuhrmit ihr davon. Freudig gelangte er an seinen Palast und führte Marysiahinein. Dann ging er sofort zum Priester, erzählte ihm, daß er sich eineJungfrau Glossar ::: zum Glossareintrag Jungfrau gebracht habe, die zwar aus armem Stande stamme, aber sehrschön und wohlgestaltet sei. ,, Sie gefällt mir, ich will sie heiraten." DerPriester willigte in die Heirat ein und Marysia wurde bald Königin.
Der König liebte es, auf Jagd auszufahren. Schon zweimal hatte erMarysia verlasser, ohne zu ahnen, daß ihr ein Unglück zustoßer könnte.Als er wieder einmal zur Jagd ausgefahren war, kam die Tochterseiner Stiefmutter zu Marysia und sprach: ,, Meine Liebe, würdest dumir nicht Erde von dem süßen Apfelbaum holen?" Die ehrbare Marysia,die jedem Menschen zu Gefallen sein wollte, sollte sich damit selbst dasFangnetz bereiten, ohne es zu vermuten.