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Die Weihnachtsbräuche der Serbokroaten
Entstehung
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kappadokischen Pontus gegen Geschenke, Heischegänge der Kinder mitMünzäpfeln und Unfug der Soldaten( bes. Tragen von Frauenkleidern) 1.Caesarius von Arles( 542) bekämpft die Lorbeerzweige und denGabentisch, Martin von Bracara( 580) die Bräuche: mensas ornare,lauros ponere, pedem observare, in foco super truncumfrugem et vinum effundere, panem in fontem mittere.Gregor II. erläßt eine Instruktion für den Legaten nach Baiern, in der ersich gegen die Wahrsagerei und die Kalendenfeier wendet. Der Kanon 62des 2. trullanischen Konzils( 692), der für das Fortleben der Bräuche amBalkan besonders wichtig ist, verbietet Bräuche der Kalendae, Vota undBrumalia: Tänze, Vermummungen der Frauen in Männer und um-gekehrt und das Tragen von Masken 2. Papst Zacharias erläßt( 743) einenKanon gegen die Kalendae et Brumae, besonders erwähnt sind die ge-deckten Tische und das Volkstreiben außer dem Hause mit Gesangund Tanz. Bischof Atto von Vercelli wettert in einer 925 gehaltenenSylvesterpredigt gegen die Kalendenbräuche, besonders gegen den Gaben-tisch, die Lichter auf den Tischen, das Verbot des Ver-leihens und die Umzüge. Das in die Karolingerzeit fallende Konzil vonRouen verbietet die Tage- und Stunden wählerei und den Mond-aberglauben. Burchard von Worms( 1024) fügt zu den in früheren Ver-boten vorgefundenen Punkten drei neue aus dem deutschen Volksglaubenhinzu: a) Mit dem Schwert gegürtet auf dem Dach des Hauses oder anKreuzwegen auf einer Ochsenhaut zu sitzen und nach A ugurien aus-zuspähen. b) Weissagungen aus dem in der Neujahrsnacht gebackenenBrot. c) Spinnen, Weben und Nähen sowie Anfangszauber jeglicherArt in der Neujahrsnacht 3. Auch diese Bräuche gehen nach Schneiderletzten Endes auf den Kal. Zauber zurück, sie hätten bloß in der mantischenTechnik deutsche Züge angenommen. Radermacher hält aber diese Bräuchemit Rücksicht auf die geographische Verbreitung späterer Analogien fürgermanisch. In den römischen Festbräuchen des Jahres 1142, aufgezeichnetvon Benedikt, dem Chorherrn von St. Peter, begegnen uns Masken-umzüge, Strenae, das Gebot von allen Gemüsearten zu essen undUmzüge von Knaben mit Olivenzweigen, welche Salz in dieHerdflammen streuen und einen Funkensegen sprechen 5.

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Für die Kalendenbräuche im östlichen Teil des römischen Imperiums,die für die Vergleichung mit den südslawischen W. Bräuchen am wichtigstensind, finden sich bei Radermacher[ 1. c. 106] die Quellen zusammengestellt:Schilderungen des Libanius, des Asterius[ IV. Homilie, Migne XL/ 215 ff.];Aeußerungen des Joh. Chrysostomus[ Migne, XLVIII 953 ff.] und Gregor vonNyssa[ Migne XLVI 1049]; Konzilbeschlüsse[ Bruns, Canones Apostolorum etconciliorum, I 55 ff.]; ein Hinweis im Martyrium des Dasius; die Zeugnisse desTsetzes[ Chil. XIII 243 ff.] und der Scholiasten zum 62. Kanon des Konzilsvon Konstantinopel a. 692[ abgedruckt bei Hoffmann- Kreyer, Schweiz. Archivf. Volkskunde, VII 199 ff.]. Radermacher macht darauf aufmerksam, daß dieKalendenbräuche trotz des nivellierenden Einflusses des römischen Imperiumsstarke provinzielle Abweichungen aufwiesen. Der in Gallien übliche Brauchcervulum et vetulam facere war z. B. in Rom unbekannt. R. hält eine Arbeit fürwünschenswert, in welcher der Versuch gemacht würde festzustellen, welcheElemente griechisch, römisch, keltisch oder germanisch sein mögen, ferner,was von anderen heidnischen Glossar ::: zum Glossareintrag  heidnischen Festzeiten eingedrungen sein mag, und schließ-lich, wie die Wanderung der Bräuche von West nach Ost oder umgekehrterfolgt ist.[ Radermacher, 1. c. 126].

1 Radermacher, 1. c. 109.1. c. 90.3 Schneider, 1. c. 363.

2 Veselovskij. Razyskanija, 97 ff; Nilsson,Beiträge, 104.5 Schneider, 1. c. 390.

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