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Die Weihnachtsbräuche der Serbokroaten
Entstehung
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wartet" 1. Vor Sonnenaufgang tritt der Hausvater auf die Schwelle desHauses, wendet sich zur Sonne, hebt mit der rechten Hand eine Nuß hochund betet:" Ovoliko, Bože, sreće! Ovoliko ovaca! Ovoliko novaca! Ovolikostoke! Ovoliko krmaka! Ovoliko trmaka!" d. h. Wie diese Nuẞ voll ist,o Gott, so soll auch mein Haus voll sein von Glück, Schafen, Geld, Vieh,Schweinen, Bienenkörben" 2. Zum Mittagessen werden keine gekochtenSpeisen aufgetragen, sondern Schweinsbraten und Salz. Erst am zweitenW.- Tag darf man wieder kochen( gewöhnlich Selchfleisch mit Kraut) undmit Löffeln essen.

, Fasten-

Ls. Gruža. Als Augenzeuge berichte ich aus dem Ort Dragobraća:Nach dem Abendgebet, bei dem sich alle im Halbkreis um die an die Ost-wand der Soba brennende Kerze versammeln, küssen die weiblichen Haus-genossen den männlichen die Hand. In einer Ecke, ein Drittel der Boden-fläche bedeckend, liegt das Stroh, darüber eine Decke, ringsherum Polster.Obenan sitzt der Hausvater mit den Männern, am untern Ende der TafelWeiber Glossar ::: zum Glossareintrag Weiber und Kinder. Messer, Gabeln und Löffel werden hier nicht mehrversteckt. An Speisen werden aufgetragen: gnječanik Bohnenbrei", ein Breiaus Kartoffeln und Reis, Reisstrudel, Apfelstrudel, posna sarmasarma"( ein mit Reis gefülltes Krautblatt), Aal mit Reis, ein großer Kürbis,der aber nur der Gesundheit halber daliegt, Nüsse; getrunken wird Rotweinund Honigrakija. Am ersten W.- Tag ißt jeder auf nüchternen Magen dreiKnospen von dem frühmorgens eingeholten Kornelkirschenzweig. Zum Mittag-essen gibt es: Käse, cicvara ein Brei aus Mehl, Sahne und Schmalz", Česnica,ein am Spieß gebratener Hahn( den der Polaženik auf der Hausschwellegeschlachtet hat) und das am Spieß gebratene W.- Schwein. Während desEssens erheben sich alle und drei Männer singen und trinken u slavu.

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Kragujevačka Jasenica: Vor dem Abendessen tragen sie alleSessel hinaus, weil angeblich Christus im Stall geboren worden ist. DieSpeisen legen sie auf einen Sack oder die Torba, Löffel und Gabel legensie nicht darauf. Gegessen wird außer Kuchen dicker Bohnenbrei und fleisch-lose Sarma. Nächsten Tag früh ißt jeder eine Knospe der Kornelkirsche aufnüchternen Magen 3, im Dorf Stragari drei Früchte dieses Baumes. InŠatornja essen zuerst die Frauen, dann die Männer.

Ls. Resava: Man iẞt von einem auf das W.- Stroh gelegten Sack. Solange das Stroh im Hause liegt, darf die Tafel nicht aufgehoben werden.Man iẞt ohne Löffel, damit die Krähen nicht den gesäten Samen heraus-scharren. Der Hausvater muß bis abends fasten, damit ihm die Bienengeraten. Jeder muß der Gesundheit halber vom belolučni pasulj Bohnen mitKnoblauch" kosten. Nächsten Tag früh ißt jeder zuerst eine Knospe derKornelkirsche, dazu einen Brocken Brot und etwas Wein, damit er gesundbleibt kao dren. Man soll keine Nüsse in die Hand nehmen, sonst bekommtman Beulen. Erst nach Ankunft des Polaženiks darf die Hauptmahlzeitbeginnen 5.

Ls. O molj: Wenn das W.- Stroh gestreut ist, treten alle neben dem Herdan. Die Hausmutter nimmt eine Handvol Nüsse und wirft sie einzeln überderen Köpfe gegen den Kamin, bis jeder mindestens eine Nuß erhascht hat.Ist diese leer, wird der Betreffende bald sterben. Deshalb sucht man schöneNüsse aus. Man iẞt in der Stube auf dem Stroh, Sitzordnung nach dem2 ib. 83. 3 SEZb 22 II 92.* Dir. Sega, m.- 5 Zs.

1ib. 81.-

Karagjić III 63 ff.