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Die Weihnachtsbräuche der Serbokroaten
Entstehung
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dem Wein, mit dem sie u slavu getrunken haben, lassen sie etwas übrigund umwandeln damit nächsten Tag früh vor Sonnenaufgang das Vieh, damites gesund bleibt 1.

Als erste Speise am 25. Dez. früh essen sie Kornelkirschen, und zwarmuß das jüngste Mädchen beginnen, damit man im nächsten Jahr mehrweibliche Lämmer bekommt 2. Dann essen sie Käse, Sulz und Schweine-fleisch, die Kinder zuerst von letzterem, damit sie wachsen und gesund sindwie die Schweinchen. Die eigentliche Hauptmahlzeit beginnt erst, wenn derPolaženik kommt; man trägt noch Würste, Schinken und eine gebrateneHenne auf, hiebei wird geschossen. Beim Mahl wird wiederum u slavugetrunken ³.

Um Boljevac: Essen von der Erde, bloß Decke oder Sack, darüberein Tischtuch. Der Hausvater wirft kreuzweise vier Nüsse in die Ecken.Speisen für den W.- Abend: Bohnenbrei, Sauerkraut, Fisch, Nuß- und Kürbis-strudel, alles ohne Oel zubereitet. Niemals darf der gebackene Kürbis fehlen,von dem man ißt, damit man das Jahr über keine Blattern bekommt. DasGefäß, aus dem man Wein eingießt, darf nicht leer stehen bleiben, deshalbschüttet man das letzte Glas wieder zurück. Vom Bohnenbrei hebt maneinen Löffel voll bis zum Krstov- dan auf; da muß jeder davon kosten,angeblich deshalb, damit die Kinder nicht Halsweh bekommen. Speiserestehebt die Hausmutter in einem Tüchlein bis zum Frühjahr auf; beim Mais-säen legt man das in die erste Vertiefung, damit die Raben und Krähennicht die Samenkörner aufpicken 4.

Am W.- Abend geht ein Kind oder Weib Glossar ::: zum Glossareintrag  Weib dreimal um das Haus.Jedes Mal, wenn es an der Tür vorüberkommt, fragt es:" Wohin legen deineHühner?" Die Hausmutter antwortet jedes Mal: Hier in diese Ecke."Dabei wirft sie zwei- drei Nüsse dorthin 5.

Speisen beim Mittagessen des 25. Dez.: Speck oder Selchfleisch mit Kraut,Gibanica. Die Löffel und Gabeln, die einen Tag lang versteckt waren, werdenwieder hervorgeholt. Zu allererst kommen auf den Tisch: der Salzbehälter, dieRäucherschale voll Glut, eine Wachskerze, der Kuchen Roždestvo und einGlas Wein. Alle stehen im Halbkreis um den Tisch, der Hausvater bekreuztsich, zündet die Kerze an und klebt sie an die Ostseite der Salzbüchse.Dann legt er etwas Weihrauch in die Räucherschale, beräuchert dreimal dieKerze und unter dreimaliger Umwandlung nach rechts den Tisch und alleHausgenossen. Es folgt das Brechen des Kuchens( s. oben S. 46) und dieMahlzeit. Die Tafel wird nicht abgeräumt, auch das Kehricht nicht hinaus-geworfen?.

In Donja Kamenica trinkt man nach dem Abendgebet heißenRakija und iẞt leća čorbasta Linsen- und Bohnenbrei", ferner Fisch undKartoffeln 8.

Kruševačka Župa: Gegessen wird in der Stube von einem Sackoder einer Decke, in neuerer Zeit von einem Tischtuch; die Löffelwerden erst am zweiten W.- Tag hervorgeholt. Speisen am W.- Abend: Bohnenmit Oel, gekochter Dörrfisch, Bratfisch auf Oel, Reis, Nuß- oder Krautstrudel.Speisereste werden bis zum Krstov- dan aufgehoben. Am 25. Dez. früh, beimersten Hahnenschrei, wird ein Schuß abgegeben: Ispraća se petak, dočekujese mrsak"," der Freitag( Fasttag) wird hinausbegleitet, der Fleischtag er-4 ib. 14, 81. Matić, 76.

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I ib. 17, 581. 2 Delo V 113 ff.- 3 SEZb 7, 123.ib. 87. ib. 91. ib. 93.- 8 Dir. Sega, m.