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Bei den Vasojevići werden von dem größten B. zwei Blöcke ab-geschnitten und an einem Ende kreuzweise angespalten: eSieheißen auch badnjaci. Alles andere wird in Scheite zerspalten und in dieserForm zu beiden Seiten der Tür angelehnt.
Am Kupreško Polje, wo man den Baum in fünf Scheite spaltet, ver-brennt man drei am W. Abend, die restlichen zwei vor dem Neujahrstag ¹.Die Aeste werden oft abgeschnitten und finden Verwendung beimweiter unten geschilderten Funkensegen 2.
Der Wipfel, ovršak, wird ebenfalls häufig abgeschnitten. Er dient stattder versteckten Feuerschaufel zum Schüren und beim Funkensegen 4, auchals Weihnachtsbesen 5. Zu letzterem Zweck bringt der Hausvater in derLandschaft Omolj zugleich mit dem B. ein Bündel Birken- und Eichenreiser,den umit, aus dem Walde heim. Der Wipfel wird auch als badnjačica zu-gleich mit dem B. verbrannt. In Bosnien dient er als Lebensrute: manbestreicht und segnet damit die Haustiere 8. Um Rijeka stampft man dieKnospen und gibt sie mit Salz vermischt den Haustieren zu fressen ⁹.
In Maglaj wirft der Hausvater nach der Heimkehr einen Eichenast aufdas Dach des Hauses. Man erzählt sich dort die Legende, daß die Häscherdes Herodes auf das Dach des Hauses, in dem sie das Jesuskind gefundenhatten, einen Ast als Erkennungszeichen warfen. Die guten Nachbarn aberwarfen auch auf ihre Häuser einen Ast und vereitelten so die Wieder-auffindung 10.
In Miljkovac bei Nisch gibt man die abgeschnittenen Zweige dem Viehzu fressen, damit es gesund bleibt".
In der Gruža( Dorf Dragobraća) sah ich, daß man schon am Vortag für denPolaženik, der am W. Tag früh kommt, um das Feuer zu schüren, drei StückeSpaltholz, 1, Meter lang, außen neben die Tür lehnte; sie stammen vomabgeschnittenen Wipfelstück des Badjnaks.
Die Katholiken in Syrmien haben den Lichterbaum und daneben auchnoch den B. 12
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§ 22. Die Verbrennung des Badnjaks. Allgemeine Bräuche: Wenn die erstenSterne am Himmel erscheinen, geht der Hausvater meist mit Kopfbedeckung undmit Handschuhen vor die Tür und hebt den B. auf die rechte Schulter oder nimmtihn unter die rechte Achsel. Er klopft oder stampft an die Tür, damit ihn die Haus-1 WMBH IV 454. 2 SEZb 7, 280 ff.( Kosovo); Zs. Karagjić II 150:Ein Asthäufchen auf jeder Türseite; laut frdl. Mitteilung des H. Dir. Segaum Pirot, Zaječar, Dervent, Krivi Vir( bei Paraćin). 3 Vuk, Rj. s. v.badnjak: der Wipfel dient anstatt der Feuerschaufel bis zum Eintreffendes Polaženiks; dann wird er mit Werg umwickelt und auf dasHausdach geworfen.- SEZb 7, 123( Levač); Gl. ZM. XIII 445 ff.( Kath. inSyrmien): der Wipfel wird in die Herdkette gesteckt. 5 SEZb 7, 280 ff.( Kosovo).SEZb 19, 69 ff.- Matić, Zupa( Kruševac), Hs. 76 ff.8 Petranović im Gl. SUD. XIII 237 ff.( Bosnien). 9 SEZb 15, 743.19 Dimitrijević im Gl. ZM. VIII 536 ff.- Vergleiche hiezu den niederrheinischenBrauch, am St. Johannstag Zweige des Nußbaums mit Blumen geschmücktals„ Ioanstak"( Johanneszweig) oberhalb der Haustür aufzuhängen; man heißtdies den„ Sent Ioanstak üthange". Dieser soll vor Blitz und Donner be-wahren. Die niederrheinische Legende erzählt, daß der hl. Johannes bei seinerGefangenschaft in ein Haus gebracht wurde, über dessen Tür die Schergeneinen Nußbaumzweig aufgehängt hätten, damit sie das Haus gleich wiedererkennen könnten. Am folgenden Morgen aber hätten über allen Türen desOrtes diese Zweige gehangen und so sei Johannes gerettet worden.( Zs. f.rhein. und westf. Volkskunde 12[ 1915], 89, zitiert nach H. Marzell, UnsereHeilpflanzen, S. 40.) Zs. Karagjić I 212 ff. 12 Štrodl, 445 ff.
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