III. ABSCHNITT.
Volkstum und Kultur in Altserbien.
Hauswesen und Siedlungen.
Lassen sich für Volk und Kultur in Südalbanien somit ebenso wieim Norden nur stellenweise scharfe Grenzen ziehen, so ist dies nochweniger gegen Osten im alten Rascien, oder wie es heute zumeist heißt,in Altserbien möglich, ganz zu schweigen von dem stetigen Über-gange aus der Mirdita gegen das Amselfeld und Makedonien. Da, wieerwähnt, eine Bereisung dieser letzteren Gebiete aus verschiedenen Gründenuntunlich war, kann hier in erster Linie nur über die Verhältnisse in derMetochie zwischen Ipek, Djakova und Prisren Aufschluß gegeben werden.
Abb. 49. Kula mit Palisadenzaun, Decsany bei Ipek.
Das albanische Volkstum befindet sich auf diesem Boden,wie namentlich Nopcsa in einem sehr lesenswerten Aufsatz hervorgehobenhat, 2) in stetem Vordringen und hat im Norden bis einschließlich Mitro-vica, im Süden auch schon in Üsküb festen Fuß gefaßt. Ein untrüg-liches äußerliches Zeichen dieser albanischen Besiedlung bedeuten vorallem die Wehrbauten, stattliche Türme mit Holzverschalung der Altaneim Obergeschoß mit kleinen Blendgesimsen und Blendbogenstellungen,die an der Stelle von Fenstern den Bauten Schmuck und zierliches Aus-sehen verleihen.( Abb. 49.) Die Inneneinrichtung der Bauten weichtnicht wesentlich von der im eigentlichen Albanien ab, doch fällt die