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Kulturwissenschaftliche Beiträge zur Volkskunde von Montenegro, Albanien und Serbien : Ergebnisse einer Forschungsreise in den von den k. u. k. Truppen besetzten Gebieten ; Sommer 1916
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der» Burgenbauten« ins Land gekommen sein, ihre heutige Form istfreilich eine durchaus marktgängige.

An Wohnhausrat sind 1) zunächst auch wieder niedrige drei-beinige Herd schemel zu erwähnen; in Miloti sah ich einmal ein größergeratenes Stück, das aber wohl nur als verrohte Nachbildung einer west-europäischen Stuhlform aufzufassen ist.( Taf. III, 16.)

Primitivsten Glossar ::: zum Glossareintrag Primitivsten Charakter tragen ferner die vierfüßigen, ganz niedrigenhölzernen Herdbänke ohne Lehne, die ich sowohl im Hochlande desNordens wie in Vigu traf.

Abb. 19. Herrenhaus mit Freskenschmuck, Kruja.

Aus der Mirdita werden größere Lehnstühle als Ehrensitz nachArt der montenegrinischen Ehrenstühle erwähnt; sie stellen aller Wahr-scheinlichkeit nach eine Hinterlassenschaft der einst im Lande herrschendenbulgarischen Orthodoxie dar.

Schließlich traf ich im Hochlande auch Sitzgelegenheiten in Gestaltsehr massiver, schmaler vierbeiniger Gestelle mit Rückenlehne;die gleiche Form ist über Serbien bis Üsküb zu verfolgen und wohl alseine verrohte Nachahmung unserer westländischen Stühle anzusehen.( Taf. III, 5, 6.)

Die gewöhnliche Lagerstätte bildet im nordalbanischen Hausein den meisten Fällen das Bett, wenn man sich auch in ärmeren Häusernmit einfachen Streulagern begnügt. In den einfachsten Verhältnissenwerden die Bettgestelle durch zwei Lager aus Gabelpfosten gebildet, überdie man der Länge nach eine Anzahl mit der Axt abgespaltener derberBretter legt, die Seitenwände werden durch aufgekantete Bretter gebildet.Genau die gleiche Form hat V. Čurčić aus Nordbosnien bekanntgemacht.

Zeitschrift für österr. Volkskunde. XXIII. Ergänz.- Bd. XII.

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