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Vielleicht lassen sich gerade auf diesem Wege auch die nahen erwähntenGleichungen mit nordalpinen Bauten erklären.45)
Im übrigen sei erwähnt, daß die Verbreitung des wehrhaften Wohnbaues selbstnoch viel weiter reicht, als hier dargelegt wurde. Er läßt sich über Swanetien imKaukasus bis nach Afghanistan an die äußersten Grenzen der islamischen Kulturverfolgen.
Schon mehrfach war davon die Rede, daß und wie die einzelnenBauten zu Gehöften vereinigt werden. Die Gehöftebildung überhaupterklärt sich in erster Linie aus der patriarchalischen Familienverfassung,die alle Familienmitglieder in ganz ähnlicher Weise unter sich vereinigtwie bei den Südslawen. Es wird davon noch die Rede sein. Manchmalsieht man Kula und Stockbau nebeneinander- typisch in Nordalbanienin Mittelalbanien bei städtischerer Artung der Gebäude manchmalauch zwei stockhohe Häuser.
Dazu treten nun überall eine Anzahl von Nebenbauten, diehauptsächlich Speicherzwecken dienen. Bei den ärmeren Gehöften siehtman meist nur zylindrische Maiskörbe mit kegelförmigem Strohdach,im allgemeinen überwiegen aber die länglich- rechteckigen Geflecht-speicher. In Nordalbanien werden in Übereinstimmung mit demserbischen Gebrauch des Ostens bisweilen kleine offene Holzlaubenin Ständerwerk vor sie gelegt. In den Städten bringt man sie( in Mittel-albanien) in Stockhöhe längsseitig über der Straßenmauer an. Das Alterdieser Einrichtungen läßt sich mit Sicherheit nicht festlegen. Bemerkens-wert ist jedenfalls, daß schon in der jüngeren Eisenzeit geflochteneVorratsbehälter in Nordbosnien nachgewiesen sind. Zur Aufbewahrung vonMilch und anderen Lebensmitteln verwendet man vielfach, besonders inden nördlichen Hochlandsgauen auf Pfählen stehende, roh aus Bretterngezimmerte, manchmal auch geflochtene viereckige Behälter. Dieselben Milch-kästen kommen vielfach auch im Osten Montenegros, überhaupt im Gebietdes bosnischen Holzblockbaues vor und sind gewiß ein charakteristischerBehelf der Milchwirtschaft dieser Gebiete, aber keineswegs, wie Cvijićwill, kulturgeschichtlich oder volksmäßig umgrenzt, wie ihr Übergreifenauch auf albanisches Gebiet beweist.16) Im Küstengebiete Mittelalbaniensvermehren sich die genannten Zubauten noch um Schupfen und halb-offene Schutz dächer aus Flechtwerk für zweirädrige Karren, Acker-gerät und anderes.
Die Umzäunung der Gehöfte wie auch der Grundstücke undFelder besteht in der Regel aus niedrigen, oben mit Dorngestrüpp bewehrtenSteinmauern oder auch aus Stangenzäunen, die teils ganzwegs, teils inSträhnen mit Ruten durchflochten werden. An einzelnen Stellen werdenwie bei uns Überstiege, aus einem gegabelten Baumstumpf mit Ast-stummeln hergestellt, ausgespart.( Taf. V, 4.)
Die Inneneinrichtung.
Der Hausrat.
Die Inneneinteilung der Häuser hat in Albanien, den anders-artigen gesellschaftlichen und zum Teil auch religiösen Verhältnissen zufolgein manchen Belangen eine andere Entwicklung eingeschlagen als in
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