44
Im übrigen mögen die wichtigsten Teile der Stadt architektonischetwa der zweiten Hälfte des 18. Jahrhundertes entstammen. Die Basar-gewölbe der Schnittwarenhändler, die steinernen Laubenstellungen, weisenauf Zusammenhänge mit der italischen Baukunst, deren Einflüsse sichauch im Freskenschmuck der Moscheen und der Paläste der FamilieToptani widerspiegeln.
In der Umgebung von Tirana wie auch im Schkumbital und auchin Südalbanien herrscht größtenteils Großgrundbesitz, hier tauchen in denumfangreichen Grundstücken die bekannten einzelstehenden türkischenSommerhäuser(» čardak«) auf, neben ihnen stehen die kleinen Kolonen-und Arbeiterhütten, die sich recht armselig ausnehmen. Südlich des Krabe-
Abb. 10. Kruja.
passes trifft man auf eine ganze Reihe geschlossener Ortschaften, die indem festen Zusammenschluß ihrer stockhohen Häuser als typische Wehr-siedlungen aufzufassen sind. Auf der Malcija Durçit, dem Höhenrückenzwischen Durazzo und der Schkumbimündung, sind die Häuser derdurchwegs mohammedanischen Glossar ::: zum Glossareintrag mohammedanischen Bevölkerung zu langen Straßenzeilen ver-einigt und weisen, von hohen Lehmmauern umschlossen, ganz städtischenCharakter auf.
Ganz locker und schütter, etwa unserem Bergbauernwesen ent-sprechend, sind die nordalbanischen Alpen besiedelt, es wird hievon nochdie Rede sein.
Die Landwirtschaft und ihre Geräte.
Im ganzen Gebiete ist die Hauptanbaufrucht der Mais;Weizen wird nur in der Drinebene in größerem Maßstab gebaut. 31) Diegezogenen Arten des Maises sollen am ehesten an siebenbürgische