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durch eine einfache, etwa 18 m hohe Bretter- oder Geflechtwand mitdarüber gelegter Bretterdecke von der» kuca« abgetrennt wird und solcher-gestalt rauchfrei bleibt. Für die Konstruktion des gesamten Hausverbandesist dieser Einbau jedoch nicht von Belang. Er dient allenthalben in ersterLinie der Aufbewahrung der persönlichen Habseligkeitenund zum Schlafen, zum eigentlichen Wohnen wird er kaum benützt.Er stellt somit eine Bildung dar, die ganz der auf nordslawischem Gebietevielfach erwähnten» gornica«,» svetlica«<, der rauchfreien, aber auch unbeheizten>> guten«,»>> weißen« Stube entspricht, die genau in der gleichen Weise benützt wirdund, wie offenbar auch die südslawische» soba«, durch die Stube im Verbande desmitteleuropäischen Wohnbaues angeregt wurde. Die Vorstufe dazu war volksmäßigauf slawischem Wohngebiet durch die meist als» klet«,» klijet« bezeichnetenNebenhäuschen gegeben, die wie allenthalben so auch hier in früherer Zeit alsSpeicher und Schlafraum für die neuvermählten Paare dienten. Sehr gut wird diesesVerhältnis durch eine von Murko wiedergegebene Bemerkung von Reljković ausdem Anfange des 18. Jahrhundertes beleuchtet, welche die Bauern Slawoniensauffordert, statt mehrerer Kiljer ein auch noch so kleines Stübchen(» ako ce bitinajmanja sobica«) anzugliedern. Heute kann der Vorgang, wie Murko erwähnt,noch in Serbien verfolgt werden. Für Nordbosnien ist allerdings eine- aber weit-aus vorslawische Unterteilung des Hausinnern im Hausverbande bezeugt, woraufwir noch zu sprechen kommen werden.9)
In keinem der von mir untersuchten Häuser habe ich diesen Raumaber beheizbar angetroffen. Nach Angabe der Schule Cvijić ist Nord-montenegro in dieser Hinsicht schon weiter fortgeschritten. Bei der Be-schreibung der Häuser kehrt dort regelmäßig die Bemerkung wieder, daßsich in der Stube ein von der» kuća« aus beheizbarer Ofen be-finde. In ihrer allgemeinen Fassung geht diese Aufstellung entschieden zuweit. Eines der zwei etwa für Drobnjak als Beispiel angeführten Häuser miteiner Ofenstube ist ein durchaus neuzeitlicher Wohnbau städtischer Artung,andererseits ist in der allgemeinen Beschreibung des Gebietes auch davondie Rede, daß die Kuća auch als» odžak« oder» odžaklija<< bezeichnetwerde, was auf Gebrauch der Kaminheizung schließen läßt, in Holz-häusern(!) wird sie ausdrücklich als gebräuchlich erwähnt; alles in allemhaben wir es also keineswegs mit einem einheitlichen Hausgebiet zu tun,vielmehr haben sich hier wie anderwärts offenbar abendländische Glossar ::: zum Glossareintrag abendländische Ein-flüsse mit türkischem und dem alten bodenständigen Wesen vermengt.Für unser früher besprochenes Gebiet ist jedenfalls festzuhalten, daß diegesamte Ausgestaltung des Hauses zur Zweiräumigkeit, wie aus denoben wiedergegebenen Nachrichten hervorgeht, kaum über die letzten100 Jahre hinausreicht. Welches die Beziehungen dieser Einrichtung undder Ofenheizung zu dem mitteleuropäischen Küchenstubenhaus sind, warenvor allem Meringer und Murko aufzuhellen bemüht, es wird sich späterGelegenheit geben, sich mit ihren Aufstellungen auseinanderzusetzen.
Die>> soba« ist hier wie anderwärts vielfach der einzige Raum, derdurch ein oder mehrere Fensterluken oder Fenster Licht erhält.
In der» soba<< befinden sich, wie aus der hier angenommenen Ent-stehungsgeschichte leicht erklärlich, verhältnismäßig wenig Einrichtungs-
stücke.