Das Bad.
Stets rufen wir im Sommer nach schönem Wetter, undwenn es dann kommt mit feurigem Athem und sonnigerGlut, so löschen wir den inneren Brand wieder emsigmit allen Mitteln. Der Fächer schwirrt, das farbige Eisrinnt kühlend die Kehle hinab, und um das feuchte,plätschernde Element tummeln sich Männlein und Weibleinin wohliger Kühlung. Im Bad erschöpft sich in der Thatdie sommerliche Lebenskunst, denn der Verkehr mit derNatur, welcher uns sommerüber erfrischen hilft, steht unszu aller Zeit offen. Das Bad hingegen ist die großeRessource des Sommers. Was er uns mit seiner gedanken-umflorenden Hitze thut, weiß er reizend zum Genuss zuverkehren, indem er uns das feuchte, kühle Element an-bietet ein flüchtiger Tausch zwar, aber mit Contrasten,wie sie nicht leicht sonstwo einander ablösen, unsereNatur erfreuend, welche zum Angenehmen nur durchContrastwirkung gelangt.
-
-
Das Bad, ein so eminent Physisches trotz allerVerfeinerungen, welche das moderne Leben hinzugewürzt
hat
-
ist dennoch nur eine Gewohnheit der Civilisation.Der barbarische Glossar ::: zum Glossareintrag barbarische Mensch, der Zögling der freien Naturgeht nicht ins Wasser, so wenig wie die Katze oder derAffe, wenn es nicht gilt, einen Bach zu durchwaten oder