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Alben
Die fantasievolle Welt der Eleonore Grant
Das Volkskundemuseum Wien erhielt 2021 eine kleine Sammlung selbstgefertigter, fantasievoll illustrierter Heftchen und Büchlein geschenkt. Die Bilder der kleinformatigen Werke stammen von Eleonore Grant, einer Tante der Überbringerin. Gedacht waren die um 1945 entstandenen Unikate als persönliche Geschenke der 1930 geborenen Künstlerin an ihre Verwandtschaft.
Die im Konvolut befindlichen 17 original illustrierten Büchlein ergänzen den bereits vorhandenen Bestand an persönlich angefertigten Bilderbüchern für den Privatgebrauch. Beigefügt waren noch ein illustrierter Kalender und zehn lose Blätter mit aquarellierten Tuschzeichnungen. In den fantasievollen Geschichten und Abbildungen der liebevollen Einzelanfertigungen spielen personifizierte Blumen und Insekten sowie menschengestaltige Fabelwesen die Hauptrolle. Eleonore Grant verschenkte mit ihren kleinen Büchlein Lebensfreude in einer Zeit, in der ihr Leben von Krieg und Flucht geprägt war.
Haarbilder
Die umfangreiche Sammlung des Museums an Objekten aus menschlichem Haar umfasst beispielsweise Liebesgaben und Geschenke, Schmuck, Erinnerungsbilder, Stammbuchblätter, Totengedenkbilder, künstlerische Bildwerke, Andachtsbilder und Votivgaben. Das Schenken und Aufbewahren sowie die Bearbeitung und Verarbeitung menschlichen Haares ist dabei als eine sehr persönliche Geste zu werten.
Im Jahre 1981 wurden in der Sonderausstellung „Schmuck aus Haaren“ Werke aus dem gesamten Bestand an Haararbeiten des Museums gezeigt, darunter auch viele Bilder mit Haarstickereien und Klebearbeiten. Die bereits bestehende Sammlung an Erinnerungs-, Andachts- und Totengedenkbildern sowie künstlerischen Werken mit menschlichem Haar im Volkskundemuseum Wien konnte damals im Zuge der Ausstellung durch Neuzugänge noch gezielt erweitert werden. So ist der Bestand auf rund 67 Haarbilder angewachsen, die Beispiel für die verschiedenen Techniken und Formen dieser Art der Erinnerungskultur geben.
R.I.P. – Sterbeandenken, gesammelt von Josef Schwarzbach
Über 1.000 davon haben wir in der Sammlung: Sterbeandenken. Das sind kleine, individuell zusammengestellte Zettel oder Kärtchen, oft mit Fürbitten, die zur Erinnerung an Verstorbene angefertigt und bei der Beerdigung verteilt werden. Die Sterbeandenken, die im Volkskundemuseum Wien bewahrt sind, stammen größtenteils aus dem 19. sowie vom Anfang des 20. Jahrhunderts.
Diese Objekte erzählen von Menschen, Leben, Tod, Glaubenssätzen, Moralvorstellungen, Trauer und Erinnerung. Sie sind heute in der Masse wertvolle historische und soziokulturelle Quellen und im Einzelnen genealogisch aufschlussreich. Die Sammlung im Volkskundemuseum geht vor allem auf eine Person zurück: Mehr als 900 Exemplare stammen vom Schulleiter und Lehrer Josef Schwarzbach (1853–1896), sie wurden 1898 als großzügige Schenkung inventarisiert.
Zuletzt digitalisiert
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