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jump to filter-options„Eskimo“
Der Begriff ist eine Fremdbezeichnung für verschiedene indigene Gesellschaften in den (sub-)arktischen Regionen. Er entstand im Kontext des europäischen Kolonialismus, wurde rassistisch geprägt und weltweit verbreitet.
Ursprünglich nutzten die Cree, ein indigenes Volk Nordamerikas, diesen Begriff, um andere Gesellschaften im (sub-)arktischen Raum – etwa in Alaska, Grönland, Kanada oder Sibirien – zu benennen. Für die Cree diente er der Abgrenzung von nicht verwandten Gruppen. Die genaue Bedeutung des Wortes ist unklar; mögliche Deutungen sind „Schneeschuhknüpfer:innen“ oder „Menschen mit einer anderen Sprache“. Eine Fehlübersetzung als „Rohfleischesser:innen“ trug später zur negativen Konnotation bei.
Europäer:innen fassten unter diesem Begriff alle Gesellschaften der (sub-)arktischen Regionen zusammen und wiesen ihnen pauschalisierende, oft klischeehafte Eigenschaften zu.
Heute lehnen viele indigene Gesellschaften in Nord- und Nordostkanada sowie in Grönland die Bezeichnung „Eskimo“ als Diskriminierung ab. In Alaska und Sibirien wird der Begriff von einigen Gruppen jedoch weiterhin verwendet, da sie sich nicht als „Inuit“ bezeichnen – ein Begriff, der nicht aus ihren eigenen Sprachen stammt.