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Reisetagebuch von Maria Kitzler, 1914 : Die Ferien - 1914 - in Salzburg
(Originaltitel)
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heran. Wir stiegen ein und fort gings Salzburg zu. Es war doch ein angenehmes Gefühl sich sagen zu können man ist auf der Heimfahrt. Nach 10 hrollte der Zug in die Bahnofshalle ein. Mittels Bahn fuhren wir noch die kurze Strecke bis Aigen wo wir um ½ 11 h nachts ankamen. Was wird Tantesagen wenn wir jetzt bei Nacht und Wetter heimkehren; wir wollten nämlich erst in 4 Tagen unsere Partie vollenden hatten es uns aber besser überlegt. Und wir taten recht;denn schon auf dem Heimweg war der Himmel mit schweren Wolken überzogen und es wetterte leicht unaufhörlich. Hans trug die Laterne und so marschierten wir noch ½ Stundebis nach Hause.Ja was ist denn geschehen, rief Tante erschrocken aus als sie uns kommen sah.Nichts nichts alles gesund und munter, antwortete Onkel. Bald darauferschien ein Lichterl im Hausflur. Tante kam uns aufzumachen. Wir waren zu Hause. Wenn man längere Zeit fort war fühlt man erst so recht was das heißt. Heutewerde ich aber bald im Bett sein.Donnerstag, 23. VII. 1914.Heute schlief ich mich tüchtig aus um von den Strapazen der Reise auszuruhen. Um ¼ 10 h erst stand ich auf. Es regnete in Strömen. Wir hatten uns gerade das schönsteWetter für unsere Salzkammergutpartie ausgesucht. Der Vormittag war im Nu verflogen. Kurze Zeit vor dem Mittagessen rechneten Grete und ich noch ein Weilchen. Dann holten wir vomPriller1 Suppe und Fleisch. Auch nach dem Essen strengten wir unsere Köpfe etwas mit Rechnen an. Der Nachmittag verging mit Handarbeit(en) und Vorlesen.(Der Eisgang. undDurcheigene Schuld.) Die Kinder der Hausfrau statteten uns Besuch ab. Ich konnte daher nicht weiter stricken sonst hätte sich der kleine Franzi an den Stricknadeln verletzt. Zum Schluss fiel unsnichts anderes ein als ihn mit Farbe anzustreichen. So zeigten wir ihn der Hausfrau. Nach der Wasch Prozedur die an dem Kleinen nun vorgenommen wurde lernte ich dasKartenspiel(en). Wir spielten bis zum Schlafen gehen. Grete gewann uns alles ab. Es ging schon nicht mehr mit rechten Dingen zu. Schlag 10 h legten wir uns zu Bett. Der Regen hieltden ganzen Tag an.


  1. Anzeige "Prillers Gasthaus in Glasenbach", in: Salzburger Volksblatt, 5. Juli 1913, S. 12, URL: [https://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19130705&seite=12&zoom=33&query=%22priller%22&ref=anno-search].