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Reisetagebuch von Maria Kitzler, 1914 : Die Ferien - 1914 - in Salzburg
(Originaltitel)
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transkribiert von Gutweniger, Greta

Mittwoch, 8. VII. 1914.Nach dem Mittagsmahl lasen Grete und ich abwechselnd vor. Als uns das nicht mehr gefiel griffen wir zum Herbarium und studierten die Pflanzen. Nach der Jause machten Grete und ich einekleine Straßenwanderung nach Elsbethen. Der Regen hatte nachgelassen, ja teilweise ganz aufgehört. In einer schwachen halben Stunde waren wir beim Schloss Goldenstein und dem Kirchleinvon Elsbethen angelangt. Nach einem kurzen Besuch des letzteren traten wir den Heimweg an. Im Westen lichtete sich der Himmel immer mehrund mehr und wir hofften schon fest dass unsmorgen der blaue Himmel anlachen wird. Aber wir hatten uns gründlich getäuscht. Am Abend während des Vorlesens überzog sich der Himmel mitdunklen Wolken und der Regen setzte wieder ein.Wie wird es morgen sein?Donnerstag, 9. VII. 1914.Grete und ich standen schon um 5 h auf. Obwohl es sehr stark regnete wollten wir doch in die Kirche zur heiligen Messe gehen. Im Hausflur begegneten wir die Hausfrau, die uns mitteilte dass heutewahrscheinlich erst um 8 h eine sein wird. Weil wir auch in das Kloster nicht hinein durften so blieb uns nichts anderes übrig als nach Hause zu gehen. Der Vormittag verging mit Schreibenund Zeichnen im Tagebuch. Nach dem Essen wurden wir gewogen[72 kg]. Ich war entsetzt über mein Gewicht. Grete Hans und ich machten uns dann auf und gingen längs der Salzach nachSalzburg. Mir gefällt die Stadt äußerst gut nur sah sie heute sehr sehr traurig aus im Regen. Unter Bäumen von denen das Wasser runtertroff verzehrten wir unser Jausenbrot und traten dannals wir alle Einkäufe besorgt hatten den Heimweg an. Der Weg führte uns wieder entlang der Salzach. Sie war hoch geschwollenund hatte sehr schmutziges Wasser. Mit nassen