Jahrgang 
1965 - 1967
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VI

vorzügliches Gegenstück für ein Spezialgebiet der österreichischenVolkskunde.

Gelegentlich wurde auch versucht, umfassende Bibliographienzur Volkskunde der einzelnen Bundesländer zu schaffen. Nach älterenVersuchen in Steiermark, in Kärnten und in Tirol ist Karl M. Kliersein Vorhaben geglückt, eine bis zum Erscheinungsjahr vollständigeBibliographie der Volkskunde des Burgenlandes zu vollenden. Fürdie größeren Bundesländer dürften sich freilich solche Gesamt-Bibliographien nur mit großen Schwierigkeiten erstellen lassen.

Umgekehrt wurde im Österreichischen Museum für Volkskundenach dem zweiten Weltkrieg begonnen, für den Hausgebrauch eineKartothek zu erstellen, die praktisch eine gesamte Bibliographieder österreichischen Volkskunde werden konnte. An der Verzette-lung dafür haben jahrelang alle wissenschaftlichen Beamten desHauses mitgewirkt, ihnen gebührt auch heute noch der Dank allerderzeitigen und auch der späteren Benützer. Im Zusammenhangmit dieser Arbeit habe ich 1948 die Schaffung eines" Bibliographi-schen Handbuches der österreichischen Volkskunde" angeregt( ÖZVBd. II/ 51, 1948, S. 10 f.). Die Grundlage dafür ist in der Kartothekdes Museums gegeben. Auf der dafür geschaffenen Gliederung be-ruht nunmehr auch der neue Versuch einer bibliographischen Erfas-sung der Volkskunde- Veröffentlichungen in und über Österreich, dender Verein für Volkskunde hiermit vorlegt.

Der Generalsekretär des Vereines, Herr Kustos Dr. Klaus Beitl,hat in Kenntnis der früheren Ansätze und als Mitarbeiter der Inter-nationalen volkskundlichen Bibliographie es nun unternommen, dieseBibliographie als laufende Veröffentlichung, vom Jahr 1965 beginnend,in die Wege zu leiten. Ihm und seinen Mitarbeiterinnen, Frau KustosDr. Maria Kundegraber in Wien und Frau Dr. Elfriede Grabner inGraz sowie Herrn Univ.- Dozent Dr. Ernst Burgstaller in Linzgebührt unser Dank dafür, daß sie ihre für die InternationaleBibliographie erstellten Zettel nunmehr auch für diese landeseigeneBibliographie zur Verfügung gestellt haben. Weiters ist der Vereinfür Volkskunde dem Bundesministerium für Unterricht wie dem Not-ring der wissenschaftlichen Verbände Österreichs zu bestem Dankverpflichtet, welche dieses Unternehmen materiell gefördert haben.

Leopold Schmidt