Aufsatz 
Digitale ethnografische Archive : Theorie- und Praxisperspektiven auf den Umgang mit Kulturerbe im digitalen Alltag
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Digitale ethnografische Archive321101 Blättern und 155 Karten im Mehrfarbendruck sowie acht Ring-mappen mit Kommentaren zu den Karten(2620 Seiten, 420 Abbil-dungen, 18 Karten). Der Nachlass beinhaltet unter anderem dieFragebögen-Originale, Abschriften und das Büroarchiv.(2) der des Wiener Volkskundlers Richard Wolfram(1901–1995), zweimaliger Professor an der Universität Wien(1939–1945;1959–1972), der bereits seit 1930 in Salzburg geforscht hatte, seit demEnde des Zweiten Weltkriegs bis 1954 dort lebte und forschte unddem Institut nicht nur seine Forschungsbibliothek übergab, sondernauch seine Sammlung an Bild- und Tonträgern und den schriftlichenNachlass.59Zusätzlich wurden dem SLIVK Tonbänder bzw. Audiokas-setten als Vor- oder Nachlassbestandteile anderer Deponent:innenübergeben bzw. entstanden als Belege institutseigener Forschungs-und Dokumentationsarbeit.Der Forschungsfokus der Institutsarbeit verschob sich schritt-weise von einer anfangs geplanten Fortführung der Atlas-Arbeit inSalzburg hin zu kritischer Wissens-, Fach-, Personen- und Institu-tionengeschichte der Europäischen Ethnologie.60Zusätzlich wurdenals Forschungsfelder Salzburger Identifikatoren(Bräuche und Ritu-ale, Halleiner Salzbergbau und Dürrnberger Schwerttanz, Trachten,Masken, Vereine, Tourismus) sowie Salzburg-relevante Themen wieThe Sound of Music, Kulturstereotype oder das Immaterielle Kul-turerbe eröffnet und Sammelbände dazu in der InstitutsreiheSalz -burger Beiträge zur Volkskunde(SBzVK)61publiziert.59Die genaue Anzahl an Bildträgern ist nicht bekannt. Vgl. dazu MichaelJ. Greger:Rund 45.000 wissenschaftliche Fotoaufnahmen? ZumBildnachlass von Richard Wolfram(1901–1995). In: Nadine Kulbe u. a.(Hg.): Bildarchive. Wissensordnungen Arbeitspraktiken Nutzungs-potenziale. Dresden 2022, S. 82–115(Open Access: https://www.isgv.de/publikationen/details/bildarchive(Zugriff: 11.6.2024)). Der schriftlicheNachlass allein umfasst 217 Schuber.60Diese wichtige, konsequente, auch mutige Arbeit ist mit der über 30-jäh-rigen Institutsleitung durch Ulrike Kammerhofer verbunden, die seitEnde 1987 die Geschicke lenkte.61Vgl. zur 28-bändigen Schriftenreihe: Land Salzburg: SchriftenreiheSalzburger Beiträge zur Volkskunde, herausgegeben im Eigenverlag desSalzburger Landesinstituts für Volkskunde https://www.salzburg.gv.at/landesinstitut-volkskunde(Zugriff: 16.1.2025).