Aufsatz 
„Without my iPhone I would be screwed“ : Cosmobile Escorts in der globalisierten Sexindustrie : lebensstilistische Experimente männlicher Sexarbeiter im Zeitalter von Mobiltelefonie und internetbasierter Kommunikation
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Without my iPhone I would be screwed:241im sozialen ‚Unten verortet und als subaltern begriffen werden.17Geleitet wurde mein Blick auf die Akteure durch den Gedanken, dasszumindest ein Teil von ihnen eine fraktale Queerness in dem Sinnelebt, dass sie etwa an einem Ort bedingt durch äußere Umständemit ihrer Sexualität und/oder mit ihrer Tätigkeit in der Sexindustriediskret umgehen, während an einem anderen Ort genau diese Seitender eigenen Identität akzentuiert werden.18Herausgefordert fühlte ich mich durch wissenschaftliche undpopuläre Statements, die dem Abolitionismus das Wort reden unddies stets mit heteronormativ geleitetem Fokus auf Frauen als Sex-arbeitende unter anderem damit begründen, dass Sexarbeit keineArbeit sein könne, da sie angeblich nie freiwillig aufgenommen undpraktiziert werde.19Als hilfreich erwies sich im Arbeitsprozess dieLektüre von Ruhnes Aufsatz über den Zugang zum Forschungsfeld‚Prostitution20, von Lautmanns Ausführungen überProbleme mit derProblemsoziologie21, besonders aber von Ortners Diskussion überDarkAnthropology and its others.22Am Ende sollte es mir aber nicht darumgehen, den zahlreichen der Problemsoziologie oder der dark anthro-pology zuzuordnenden Arbeiten über Prostitution eine blauäugige17Siehe ebd. sowie Nicola Mai: Between Embodied Cosmopolitism andSexual Humaniatrism. In: Lisa Anteby-Yemini, Virginie Baby-Collin,Sylvie Mazzella(Hg.): Borders, Mobilities and Migrations: Perspectivesfrom the Mediterranean 19–21st Century. Brussels 2014, S. 175–192.18Ebd.19Stellvertretend für die zahlreichen Stimmen, die in diese Richtung­argumentieren, sei auf die deutsche Initiative#rotlichtaus verwiesen:https://rotlichtaus.de/(Zugriff: 27.11.2023). SozialwissenschaftlicheStimmen, die eine Richtung des Feminismus repräsentieren und ähnlichargumentieren, finden sich in: Feministisches Bündnis(Hg.): Was kosteteine Frau? Eine Kritik der Prostitution. Aschaffenburg 2020. Siehe hierinbesonders: Hanna Vatter: Prostitution: Die Frau als Ware im Neopatriar-chat, ebd., S. 15–48.20Renate Ruhne: Forschen im Feld der Prostitution. In: Soziale Probleme19(1) 2008, S. 72–89.21Rüdiger Lautmann: Probleme mit der Problemsoziologie. In: Soziale­Probleme 17(1) 2006, S. 54–62.22Alsdark anthropology bezeichnet Ortner eine Forschungsperspektive,that emphasizes the harsh and brutal dimensions of human experience,and the structural and historical conditions that produce them. Sherry B.Ortner: Dark Anthropology and its Others. In: HAU: Journal of Ethno-graphic Theory 6(1) 2016, S. 47–73, hier S. 49.