Jahrgang 
1993 - 1994
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VORWORT

,, Eine Bibliographie der österreichischen Volkskunde bedeutet für jeden, der sich mit demGegenstand beschäftigt, eine wirkliche Arbeitserleichterung. Obwohl es seit Jahrzehnten eineInternationale volkskundliche Bibliographie gibt, die auch jedem, der sich mit dem GebietÖsterreich beschäftigt, unentbehrlich ist und bleibt, ist der Wunsch nach einer Landes-Bibliographie immer deutlicher, immer unüberhörbarer geworden." Mit diesen Worten hatLeopold Schmidt, seinerzeit Präsident des Vereins für Volkskunde in Wien, 1969 die noch ineinem schmalen Band zusammengefaßten Folgen 1-3 der Österreichischen VolkskundlichenBibliographie. Verzeichnis der Neuerscheinungen für die Jahre 1965 bis 1967" begrüßt.¹ Mitder hier vorliegenden Doppelfolge 29-30 blicken der Herausgeber und die im Verlauf der Jahrezum Teil sich einander ablösenden Mitarbeiter für die einzelnen Bundesländer bzw. für einzelneSachbereiche auf inzwischen drei Jahrzehnte systematischer bibliographischer Arbeit zurück.Diese Leistung wurde seit Beginn und wird weiterhin erbracht aus dem Wunsch heraus, dieÖsterreichische Volkskundearbeit zu dokumentieren und diese- über die Zunft" derprofessionellen Fachleute hinaus- einem nicht zu gering einzuschätzenden Kreis von Laien undAmateuren auf dem Gebiet der volkskundlichen Sammlung und Forschung zu erschließen.Darüber hinaus geht es nach wie vor sicherlich auch darum ,,, die Veröffentlichungstätigkeit derlebenden Generation deutlicher vor der Öffentlichkeit herauszustellen, als dies bei derEinordnung der landeseigenen Veröffentlichungen in die Reihe, in die Abschnitte derInternationalen Volkskundlichen Bibliographie eben möglich ist. Es geht bei derbibliographischen Arbeit in gleichem Maße um die Erschließung und Darstellung der fachlichenLeistungen nach innen wie auch die entsprechende Repräsentanz nach außen, wofür sowohl dieEinsetzung der Bibliographischen Arbeitsgemeinschaft im Rahmen des Vereins fürVolkskunde in Wien als auch deren internationale Einbindung in die entsprechendenFachkommissionen der Société Internationale d'Ethnologie et de Folklore( SIEF) und derDeutschen Gesellschaft für Volkskunde die institutionellen Grundlagen bieten.

Nach 30 Jahren Arbeit für die Österreichische Volkskundliche Bibliographie ist hier der Anlaß,allen Mitarbeitern der vergangenen Jahre und dieser aktuellen Folge den Dank auszusprechen.Der bewährte Mitarbeiterstab wird von nun an durch Regina Ahamer( Salzburg) und NoraCzapka( Wien) ergänzt. Hermann Hummer hat abermals die Verantwortung für dieKoordination und die Erstellung der Druckvorlage übernommen. Das Bundesministerium fürWissenschaft, Verkehr und Kunst ermöglichte wiederum durch eine Subvention dieDrucklegung dieses Bandes der Österreichischen Volkskundlichen Bibliographie, welchen derWunsch begleitet, daß viele weitere folgen mögen.

Klaus Beitl

1 Leopoldt Schmidt: Vorwort. In: Österreichische Volkskundliche Bibliographie. Verzeichnis derNeuerscheinungen für die Jahre 1965 bis 1967(= Österreichische Volkskundliche Bibliographie, Folge 1-3).Wien 1969, S. V