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Ho
Her zu ihrDa steh ich
Steyermarckischer Raufjodl.
Bu- ben, hat einer ein Lust mit mir ein Gang zu wa- gen.fertig, da habt ihr mein Brust, mein Freud ist rauf- fen, schlagen.
Vor keinem mir graust, ich hab auch mein Faust, derf um kein Menschen fra- gen.
Das Underte:
Erzu ihr Buemá hat ainá án Lust/ mit mir ein Gang zu wagen: da stehe ichfertig da habt ihr mein Brust/ Mein Freud ist Rauffn und Schlagen: vorkeinen mir graust/ ich hab auch ein Faust/ darff umb kein Menschen fragen.2. Der jung Rauff- Jodl bin ich genannt/ kan reuthen und kan fahren/ imedlen Steuermarckt gar vilen bekannt ein Bue von 30. Jahren/ man sichtmirs nit an/ was ich nunmehr kan/ wers nicht glaubt thuets erfahren.3. J bin kein Edelmann weiß i gar wol/ scham mi nit meiner Joppen/ wannschon ein andrer vil grösser seyn soll/ so laß i mi nit foppen/ was frag i nochihm so klein als i bin/ will ihm das Maul verschoppen.
4. Kein Flögel 5) ißt in unser Revier/ wanns meiner nur begehren/ offt starckeBuemá drey oder à vier/ die jag ich weith von feren/ i hau halt und sti/schlag mächtig umb mi bin halt á harter Kerren.
5. Du Oren- Liendl großkopffeta Bue/ Mei Faust wird dir nit schmeckä/ hast duCuraschi so mach di herzu/ was frag i umb dein Stecká/ du Simandl auch/mit deinem Schmer- Bauch/ solst mi gar nit erschrófá.
6. Der Mörtl hat mi gfordert herauß hab ihm die Haut voll gschlagen/ denNarren hat man ganz blutig ins Hauß von mir haimb müssen tragen/ erfunt nicht mehr gehn er kunt nicht mehr stehn jetzt ligt er an den Schragen.7. Der Becken Hånßl hat d'Suppen versaltzt thut mir ins Herz einschneidenhat mir in Würths- Hauß unsinnig eingschnaltzt er hats noch auf der Kreiden/hat gjuchzet darzu/ der truzzige Bue/ das mag i gar nit leyden.
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15) 4. In Weinholds Fassung heißt es besser: Kein Flegel weich ich u.4. i sti= noch heute übliche Dialektform für ich steche". Kerren Kern, d. h.schwer aufzuknacken. 5. Liendl, sprich Leandl= Abkürzung von Leonhard/ Si=mandl= Verkleinerung von Simon. 6. Mörtl= Martin. 7. Der Beckenhanslhat herausfordernd gejauchzt. Die bäuerlichen Professions- Raufbolde haben ähn=lich unseren studentischen die dümmsten Bagatellen als Herausforderungen, dienicht geduldet werden durften, empfunden. 9. Schmitzen Striemen. 10. EineAnrempelung würde der großmäulige Raufer sich gleich mit seinem Säbel zurächen bemüßigt sehen. 11. 3wainzig sprich zwanzig( wurde dies im Mittel-hochdeutschen auch so ausgesprochen. Es ist nicht unmöglich.) 12. Riepl= Ver=kleinerung von Rupert oder Ruprecht. Auch dieser Raufanlaß erinnert anStudentisches Kontrahieren. 13. Hueben= Hube, in Steiermark ein, meist nurim Sommer bewohnter Weideplag. 14. Práren, Brácksen ,, eine Art säbelähnlicherHippe( Messer), verächtlich: Schwert", Schm. I. 344./ Bauernsäbel. 15. beiWeinhold besser ,, vor danzen". Vergl. hiezu L. v. Hörmanns Bemerkung in
8. Soll er nurfoll er wiffeGaffrian9. Auf offnerSchmizenfan jeyn/10. Bald er anwill i denan Bein un11. Wann er fer ftredi aKnecht es12. Der Buenádhiten mi
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