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legeneren Tälern wahrscheinlich bis in die erste Hälfte des XVIII. Jahr=hunderts hinein wenigstens in einzelnen Kleidungsstücken. Lindemayrwar 1723 geboren und starb 1783. Man vergleiche auch zum Titel=holzschnitte des Rauff- Jodel und der hier abgebildeten oberösterreichi-schen Stuhllehne die Figurine eines aufständigen ob der Ennser Bauernaus dem Jahre 1626, welche der oberösterreichische Genremaler AloisGreil nach alten Vorbildern für die Freiherrlich von LipperheidescheTrachtenblätterfolge entworfen hat. Dieselbe zeigt im wesentlichen diegleichen Trachtenmerkmale wie unser Raufjodel. Nur ist die Halskrausebei Greil größer und stellt einen sogenannten umgelegten Mühlstein-kragen dar. Auch trägt der Greil'sche Bauer ein, vorne mit Knöpfenversehenes ,,, Leibl", während bei dem Rauff- Jodel- Holzschnitte nichtmit Gewißheit erkenntlich ist, ob unter dem Koller oder der Joppe einsolches oder nur das Leibhemd, die Pfoad, sichtbar erscheint. Der Greil-sche Bauer hat ferner mit drei Schnallenriemen versehene Halbschuhean den Füßen und eine Kolbenpistole im Bauchgurt. Er stützt sich aufeinen, wohl übertrieben groß dargestellten, morgensternähnlich mit Sta-cheln bewehrten Dreschflegel.
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( Auch die als Gegenstück zu diesem Blatte von Greil verfertigteweibliche Figurine der Lipperheide- Folge entspricht der weiblichen Dar=stellung auf unserem Bauern- Sessel, die uns somit offenbar die ober=österreichische Volkstracht des XVII. Jahrhunderts im Bilde festzuhaltenbeabsichtigte.)
Anderer bäuerlicher Trachtenbilder aus dieser Zeit gedenkt AugustHartmann, der auf S. 201 seiner Historischen Lieder und Zeitgedichte,I. Bd., ein altes im Stift Kremsmünster befindliches Gemälde genaubeschreibt. Es zeigt Stefan Fadinger den Anführer der ob der Ennsi-schen Bauern im Aufstande von 1626, mit drei Personen seines Ge=folges im Stifte tafelnd in einer unserem Holzschnitt entsprechendenTracht. Auch ein Flugblatt in der Hofbibliothek zu Wien, betitelt ,, Eingeistreicher Gesang, welchen die Bauern im Landlein ob der Enns alle24 Stund... mit Seufzen und Weinen zu singen pflegen", zeigt aufeinem Holzschnitt einen knienden Bauern( vor ihm auf dem Boden seinHut) mit denselben Trachtattributen wie unser Raufjodel. Doch nunendlich zu dem Liede, welchem wir die bei Weinhold überlieferte Weisevorausschicken:
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