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Weihnachtsgebäcke : eine vergleichende Studie der germanischen Gebildbrote zur Weihnachtszeit
Entstehung
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und andas weihnächtliche St. Stephansfest angegliedert; dieserKindertag sollte eigentlich nur Beziehung zur biblischen Erzählungvom Kindermorde zu Bethlehem haben; der deutsche Volksbrauchaber verband damit die erotische Sitte des» Aufkindelns«<<, ein Brauch,der mit der Verlegung des Kindleintages vom 6. Jänner( Großneu-jahr) auf den Tag nach St. Stephan überwanderte; nur in Ebern inUnterfranken blieb dieser allmählich aussterbende Brauch, der sicheigentlich mit keiner christlichen kirchlichen Festfeier vertragenkonnte, in den sogenannten heiligen Dörfern an beiden Tagen( 28. Dezember und 6. Jänner) haften; sonst war er fast allgemein anden Perchtentag geknüpft gewesen. Die in den Klöpfelsnächten( sieheM. f. V. K. u. V. K. 1903, S. 7) schwärmenden Seelengeister, auch die Seelender noch ungeborenen Kinder, die als» ungetaufte Kinder« in WodesHeer mitfliegen, die Engel und Elben in der Sternenheimat meldetensich anklopfend in den Klöpfelsnächten vor dem neuen Jahre an; eswar dieses die Kinder bringende Zeit im sogenannten Kindermonat( 1594), in welcher in Altbayern, Schwaben, Thüringen, Franken, Ober-pfalz etc. die Mädchen durch das Schlagen mit der Lebensrute, einindogermanisches Fruchtbarmachungssymbol, aufgekindelt, aufgefitzelt,aufgepfeffert, gedengelt wurden( Mannhardt, Baumkult 265 ff.,Schmeller, I, 422, 1262, Feilberg2, 142, Panzer, Beitr. II, 307), einBrauch, der sich an verschiedene Neujahrstage( Weihnachten, heiligedrei Könige, Nikolaus, Martini, Ostern, Fastnacht, Gregorius etc.) an-knüpft; am Rhein, wo das römische Neujahr im März noch vieleSpuren hinterlassen hat, ist es an die Frühlingszeit gebunden undheißt dort» Hedwig- Pitschen«( Peitschen, um die Hêtweggen, heißeWecken zu erhalten)( vergl. die Werfrute, werpelrut, wepelrut inJ. d. V. f. V. K. 1893, 171, Volkskunde' XVI, 127). elodie

le In Süddeutschland lösten sich die Mädchen durch die Spendeeines räßen Pfefferkuchens oder Pfefferzeltens( ahd. phephirceltin),Pfefferscheibe, Lebkuchen, Lebzelten, Pfefferbrot, Leckerli etc. ab vondieser obszönen Sitte des» Lebzeltenstreichens« am Pfeffertageoder Pfefferleintage( 16. Jahrhundert), Fitzels- oder Fitzlein-tage( Franken); eigentlich ist fitzeln muliebria virga contingere

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( siehe meinen Baum- und Waldkult, S. 20, Bayerland 1893, S. 360;Christ. v. Schmids schwäb. Wörterbuch 60, 193); allmählich ver-wandelte sich dieses Fitzeln in ein Streichen der Waden der Kindermit der Rute, wobei sie Obst oder Klötzenbrot( Lechrain) erhielten.Das Papistenbuch, 16. Jahrh.( Germ. XVII, 80-90) schreibt:» Dennächsten Tag darnach an der unschuldigen Kindlen Tag gehen diejungen Gesellen herumb mit einer Ruten, schlagen die Junckfrawenumb den Lebkuchen und diẞ nennen etlich den Pfeffertag.<<>> AmKindlistag binden Knaben und Buben mehrere Besenreiser in Büschelund hauen damit die Weibsbilder um die Füße herum, das heißensie Kindeln; dafür bekommen sie von diesen Bier oder Schnaps; das