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sowie Brosamen und sonstige Abfälle vom Essen in das Tischtuchund späht, auf dem Weizenfelde angelangt, ob nicht in der Nähe einMann geht; in der Richtung dieses Mannes heiratet sie» das nächsteJahr hin; ein Opferaugurium, das mit verschiedenen Abarten anverschiedenen Orten Deutschlands und Skandinaviens auf Neujahrund an anderen Neujahrstagen oft wiederkehrt. Wenn dort in Elbestal-Zell Schlag 12 Uhr man mit dem weihnächtlichen Störilaibe sich aufden Düngerhaufen stellt und spricht:» Wer mir vor Gott und derWelt beschaffen ist, der komme und schneide diese Störi an!<< sokommt der Bräutigam oder die Braut zum Anschneiden( Zeichender Sippschaftszugehörigkeit); läuft man aber davon, so fliegt einemein Messer nach.( Baumgarten, 1. c. 10.) Nach dem steiermärkischenGlauben( Z. d. V. f. V. K. 1897, 188) kommen die Hexen am Weih-nachtsabend an einer Wegscheide zusammen, schlagen mit einerHaselrute an einen Maiskolben, drei Körner springen heraus, ausdiesen wächst ein Laib Brot; am St. Georgstage( 24. April) wird dieserBrotlaib zu Stein und alles Getreide verdirbt, das heißt, durch denRachezauber der auf Georgi nicht mit Speiseopfern versöhnten Vege-tationsgeister.
3. Viel mannigfaltiger als das einfache Rundstück ist die Formdes Weihnachts brotes.
Du Cange's mittellateinisches Glossarium führt( VI, 131 bis 132)an: Panes calendarii in die natali Domini- panes consuetudinalesin natali Domini et in Pasca debiti, qui ex consuetudine prästanturin refectorio; demnach war es im Mittelalter bereits herkömmlicherBrauch, im Klosterrefektorium ein eigenes Neujahrsbrot auf Weih-nachten( und am jüdischen Neujahr= Ostern) aufzutischen; jedenfallswar dasselbe ein feineres, gewürzreicheres, mit Honig versüßtes oderdurch Zusatz von Eiern und Milch schmackhafteres Festbrot; denn diepanes natalitium des Jahres 1188 werden( 1. c. VI, 134) erklärt als:panis piperatus( gewürztes Brot, Pfefferkuchen oder Piperkuchen), seumellitus( Honigkuchen, Lebzelten) oder als: panis natalitius, qui exfarina delicatiori, ovis et lacte confici solet( 1. c. VI, 134); panis adNatale Domini gâteaux de Noël; diese französischen gâteaux ent-sprechen dem romanischen gastel; 1563 vulgus gallicus gasteros etgastellos appellat et Callidulos; ahd. castel à pastillus, Küchel;englisch wastelbread; pikard. watel; angelsächsisch witelcinere tectus et coctus( also Aschkuchen); es scheint damals in der Frühheiß gegessen worden zu sein, ähnlich den Hêtweggen.
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Ferner führt Du Cange( VI, 132 bis 135) auf: Panis de Denano( denario?) ad Natale Domini; 1228 panes de Natali et de Paschate,qui vocantur tortelli( Küchel); 1248 panis panetariae[ 1050 cellariums. locus ubi conficitur panis]; in crastino nativitatis Domini unumpanem de panetaria pretii unius denarii( Schilling)( 1. c. VI, 135, 136,129); hier ist also bereits von einem käuflichen Bäckerbrote die Rede,