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ausgeht( Wuttke³, S. 67); auch den Hühnern gab man 1793 in dieserKultzeit Hirsebrei, damit sie in der Folge viele Eier legen( Wuttke,§ 673 ff; Tille 1. c. 179). Die nordische» Julgrütze( julgröt) hatihr südliches Gegenstück im Tiroler Bachlkoch( Perchtenkoch)oder Weihnachtsbrei. In Dänemark stellt man diese Julgrütze fürdas Ellefolk( Elbenvolk) ins Freie( Z. d. V. f. V. K. 1897, 492 und1898, 138). In Schweden eilte man 1785 nach dem Sprechen desletzten Segens am Altare, so schnell die Pferde laufen konnten, umein glückliches Auskommen» das ganze Jahr« hindurch zu haben,unter Lärmen und Springen nach Hause, um so eilig als möglichzum Löffel vor der Grützpfanne zu kommen( E. Hammarstedt). Heuteist die schwedische Julgrütze ein weißer Reisbrei, ehemals war esdie weiße( Weizen-) Grütze( schwedisch hvit- gröt, dänisch hvidgrød),die aus dem Korn der letzten Erntegarben hergestellt war, in denendas Fruchtbarkeitsprinzip, die Quintessenz der Vegetationskraft inIn Ver-nuce, sozusagen in konzentriertester Form enthalten war.bindung mit einer Kinderhaube war diese Weizengrütze noch 1783ein Julopfer an die Hausgeister( E. Hammarstedt; Meyer, Myth.d. G. 214). Wenn in Norwegen ein Ehestandskandidat am Weihnachts-abend, sobald die Julgrütze gekocht ist, den Quirl nimmt und mitdemselben dreimal gegen den Lauf der Sonne( von Westen nachOsten) rings um das Darrhaus herumgeht, dann wird seine zukünftigeEhegenossin aus den Türen des Hauses heraustreten und mit ihmsprechen( Liebrecht, z. V. K. 325). Dieses Opferaugurium mit derSeelenspeise findet sich auch in Deutschland in ähnlicher Weise anNeujahrstagen; der Gang nach Osten zu bringt den Speiseduft rascherden Elben der Außenwelt entgegen; damit ist auch der Speisen-spender vom Glück des Tages mehr begünstigt. An die Stelle derindogermanischen Hirse traten im Laufe der Zeit da und dort auchandere Körnerfrüchte, zum Beispiel in Böhmen die Erbsen. In denJahren, in denen es viel Mäuse gibt, wird nach dem Essen desWeihnachtsbreies in die vier Ecken der Eẞstube eine kleine Portiondes Erbsengerichtes in Kreuzform geschüttet, gleichsam als Opferan die Elben in Mäusegestalt, die dann den Menschen nicht mehrplagen sollen( Vernaleken, Mythen und Gebräuche 315). Auch imEgerland streut der Hausvater am heiligen Abend die Speisereste inseinen Garten zum Vertreiben der Maulwürfe( Z. f. Ö. V. K. 1900, 121);durch diese Abfütterung der Vegetationsgeister, die so versöhntwerden, sollen die Plagen der Maulwürfe verschwinden. In Oberbayernfüttert der alte Hofbauer in der heiligen Nacht an seiner Gattersäuledie Elemente( Vegetationsgeister) durch Ausstreuen von Getreide-körnern in die Lüfte, in denen in dieser Nacht draußen die Seelen-geister schwärmen. An anderen Orten wird Hafer als Körnerfruchtzur Speisung dieser Seelengeister in den Lüften verwendet. Nach Jahn( Opfergebräuche 277) wurden 1200 in England Hafer und Gerste als
Zeitschrift für österr. Volkskunde.
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