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Weihnachtsgebäcke : eine vergleichende Studie der germanischen Gebildbrote zur Weihnachtszeit
Entstehung
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alle üblen Geister von den kommenden Tagen des Jahres vertreibe.( Hazlitt, I, Titelillustration.)

Bei der wilden Jagd im Hannoverschen ist der( Seelen-) Hunddie Haupterscheinung; am Christabend läuft er in die Häuser, legtsich am Herde( Seelenopferstätte) nieder und frißt nur Asche undKohle, und erst wenn im nächsten Jahre der wilde Jäger wiederumzieht, bekommt er wieder Leben und eilt der Jagd nach.( Fried-reich, Symbolik 399; Panzer, Beitr. II, 305; Kuhn in Haupts Zeitschr.VI, 118.)

In ehemals französischen Häusern im Elsaß trat auf Weihnachtendie» Dame Noël«( Personifikation des Festtages) auf( Alsatia, 1851,165), jedenfalls die Verkörperung einer weiblichen Dämonin dieserKalenderzeit.

Für den» Jul- Swend«<(= Julmann, Weihnachtsmann) wird inNorwegen auf dem Hochsitze eine Art Nachtlager bereitet; findetman am Morgen unter dem Tische einige Gerstenkörner, so bedeutetes ein fruchtbares( kommendes, neues) Jahr.( Liebrecht, Zur Volks-kunde 323.) Diese männlichen und weiblichen Dämonen treten aufWeihnachten auch als Teiggebilde auf, die jene bedeuten sollen.

In Häg( Badisches Wiesental) kommt das Christkind auf einemmit Eseln bespannten Wagen; diese Geisterkutsche der Volks-sage( Meyer, Badisches Volksleben 64; vergl. die Abbildungen in derZ. d. V. f. V. K. 194, Fig. 46, 47, S. 261) kehrt ebenfalls unter denWeihnachtsgebäcken wieder. Auch die Geistermusik, die aufWeihnachten und sonstigen heiligen Zeiten sich hören läßt( Panzer,Beitr. II, 66) tritt als Lebkuchengebilde auf. Die Häufigkeit der Musi-kantenfiguren auf Weihnachtsmodeln spricht für diese Annahme.

Wie am Perchtentage( 6. Jänner), so treten auch auf Weihnachtenin schwäbischen Sagen die drei weißen Frauen auf.( Weinhold,Weihnachtslieder 2; auch Z. d. V. f. V. K. 1904, S. 275.)

In den heiligen zwölf Julnächten hatten die isländischen Alfarihre Fahrtage und zogen von Stein zu Stein zu anderen Alfen oderauch in die Häuser der Menschen zum Gelage; um ihre Gunst zugewinnen, wurden sie in der Julzeit besonders feierlich und vor-sichtig von der Hausfrau empfangen.( Meyer, Mythol. d. G. 184, 223.)In Norwegen zieht die Rasgardsreia( Oskerei), ein Gemisch von Seelenund Elben um und hält ihre Trinkgelage oder drängt sich in die Jul-feste der Menschen( 1. eod. 73, 223).

Im Nordischen erhält der Flußgeist Huldra am Christtage seinKuchenopfer.( Friedreich, Symbolik 22.)

Als Abwehr gegen böse Nixen- und elbische Geisterzeichnet man im Dänischen das Nisse- oder Tusse- Mærket( Marke,Zeichnung) als Pentagramm auf das Julgebäck.( Feilberg2, 142.)

Die den Alptraum und sonstige Qualen der Menschheit ver-anlassenden Seelengeister, welche als elbische Wesen in der wilden

Skand