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Weihnachtsgebäcke : eine vergleichende Studie der germanischen Gebildbrote zur Weihnachtszeit
Entstehung
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besprochen worden. Der christliche Allerseelentag hat die Mehrzahlder Totenspeisegebräuche übernommen. Auch Hazlitt, National Faithsand Popular Customs I, 5, findet in einem lateinischen Kalendariumdie Notiz:» The feast of Old Fools is removed to this day 1. Novemb.<<das heißt, die alten Calendae- Totengebräuche wurden auf den Aller-seelen-( Allerheiligen-) Tag auch in England verlegt. Darum war inEngland auch das Mumming, der Mummenschanz der römischenCalendae, lange Zeit üblich geblieben.( Hazlitt, II, 427.) Alle Zügedes Allerseelentages( das heißt des Totenkults) findet man auch beimnordischen Julbrauche.( Feilberg 2, 80.) Zur Vermeidung von Wieder-holungen sei auf diese eben erwähnten Vorarbeiten verwiesen, ebensoauf die Abhandlung in der Z. f. ö. V. K. 1903, 15, und in der Zeitschr.f. Volkskd. u. Volkskst. 1903 über die Gebildbrote in den der Weih-nachtszeit voraufgehenden Rauchnächten und( christlichen) Adventzeit.Das mit allen Neujahrstagen verbundene Augurium( Loosung) knüpftsich auf Weihnachten an den Thomastag, der die Rolle eines Silvester-tages hat; deshalb sind auch die St. Thomas- Gebäcke hier miteinbezogen.

Wie an allen sonstigen Neujahrstagen, so findet sich auch auf Weih-nachten die Volkssage vom Schimmelreiter und der wilden Jagd. ImLüneburgschen hat der sogenannte Weihnachtsmann einen Schimmel.( Niedersachsen 1902, VIII, 8, S. 94.) Im altmärkischen Drömling ziehtder Schimmelreiter um, ihm folgt der Schmied, welcher dem Pferdenach den Hufen sehen muß, ob auch alles in Ordnung sei.( Wolf,Beiträge I, 28.) In Hinterpommern war es Sitte, daß das junge Volkin der Christnacht mit einem Schimmel durch das Dorf zog.( Knopp,Volkssagen, 52.) In Beckel und in anderen hinterpommerschen Dörfernwurde früher statt des Schimmels auch ein Storch ausgeputzt undherumgeführt( 1. c. 177). Im Anhaltischen tritt auf Weihnachten derSchimmelreiter auf.( Z. d. V. f. V. K. 1896, 430.) In Oberbayern>> reiten<<die Engel vom Himmel in der heiligen Nacht.( Deutsche Gaue 83/84,S. 33.) In Obersteier geht in der Weihnachtszeit die wilde Jagd, inder Schweiz die Posterli- Jagd um.( Mannhardt, Mythen 48.)

Im Altnordischen kommen die Elfenweiber Glossar ::: zum Glossareintrag  Elfenweiber zu den Wohnstättender Menschen. Riesen schleppen die Menschen in dieser Nacht fort( Feilberg, 98). Jul ist in Dänemark der Wichte Zeit( julen ervoetternes tid); in dieser Zeit werden die sie abwehrenden Kreuze( Julkreuze) an Haustüren in verschiedener Form angebracht( 1. c. 181);solche Elfengeister, die aus dem Seelenglauben stammen, kommenals gute» Engel« in der Mitternachtsstunde, um die Plätze am Jul-tische der Lebenden einzunehmen; oder nach noch älterem Volks-glauben besuchen die Totengeister ihre alten Heimstätten, sie haltenin den Kirchen ihre Gottesdienste in dieser Zeit wie die Lebenden,aber wehe dem Lebenden, welcher zufällig in ihren Kreis kommt( 1. c. 200). In Småland machen die Toten in dieser Nacht ihren