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Sonderausstellung Alte Volkskunst aus Dalmatien : (Sammlung Natalie Bruck-Auffenberg) ; anläßl. d. Tagung "Die Volkskultur der südosteuropäischen Völker" in Salzburg 1961
Entstehung
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in der Ausstellung

zum Ausdruck gebracht werden.Bezeichnend für die dalmatinische Volkskunst ist

es, daß vor allem der weibliche Hausfleiß- na-

türlich auf dem textilen Sektor

P

vorherrscht. Erst

-

in

in zweiter Linie tritt die volkskünstlerische Rolledes Mannes besonders in der HolzschnitzereiErscheinung. Sie wird aber von einer im Volkstümli-chen wurzelnden Handwerkskunst SO flächig überla-gert, daß sie für den flüchtigen Betrachter mit

der echten Volkskunst anscheinend eine Einheit bil-

det. Diesen Verhältnissen entsprechend mußte auchin der Ausstellung der textilen Volkskunst ein wei-ter Raum eingeräumt werden.

Der Grund, weshalb nur auf eine Kollektion zu-rückgegriffen wurde- insgesamt besitzt das Museumüber 1300 dalmatinische Objekte, liegt in der Ab-sicht, das gestellte Thema nicht nur seinem Inhaltnach, sondern auch mit einer forschungsgeschichtli-chen Perspektive darzustellen. Obwohl schon 1896Michael Haberlandt das Land bereiste und über 360Objekte nach Hause brachte und auch andere Sammler( Baronin Stephanie Rubido- Szichy, Johann Scattoli-ni, Fran Bulić, Stanislaus Ecker, E.Heindl, JosefLukašek, Fr. Richter und Vid Vuletić- Vukasović) ihrScherflein zum Aufbau der Ostabteilung des Öster-reichischen Museums für Volkskunde beitrugen, soist es hier doch die Persönlichkeit von NatalieBruck- Auffenberg gewesen, die typisch für die zahl-losen, auf reiner Privatinitiative beruhenden Kul-turleistungen Österreichs in aller Welt ist. Nata-lie Bruck- Auffenberg bereicherte das Museum um ins-gesamt 266 Objekte( 1905: Inv. Nr. 15.067-73; 1910und 1911: 25.577-94, 26.035; 1912: 30.327-33; Nach-laß 1918: 36.598-802, 36.927-36; 1935: 42.613-34).Aber das besonders Wertvolle an dieser Sammlung istdie Genauigkeit der Herkunftsangaben und die ein-gehende Behandlung der Objekte in ihrem bekanntenWerk" Dalmatien und seine Volkskunst".

Möge daher diese Ausstellung als eine kleineDankabstattung an diese große Sammlerin aufgenom-men werden.