sondern verdankt seine jetzige Form jedenfalls dem ersten Drittel des19. Jahrhunderts. Darauf weist vor allem das Fehlen der gezimmertenHausstube und der Galerie an der Stirnseite des Hauses, das voll-kommen gleiche Niveau der ebenerdigen Räume, deren überaus prak-tische Einteilung, wie auch endlich der riesige, gewölbte, von innen wievon außen zugängliche Reller hin, lauter Momente, die man in denalten Bauernhäusern dieser Gegend nicht findet. Dagegen lehnt sich dieinnere Einteilung des Wohnstockes in zwei gleichlaufende Reihen derherrschenden alten Bauart vollkommen an.
Besitzer.
Obwohl die Gründung dieses Anwesens mit den übrigen dieses Gra-bens in die Zeit der ersten Besiedlung unserer Heimat verlegt werdenmuß und vielleicht ebenso alt ist, wie das im elften Jahrhundert erbauteSchloß Kranichberg, so kann die Geschichte desselben und die Reiheseiner Besitzer doch erst von einem verhältnismäßig späten Zeitpunkte,nämlich von der Mitte des 17. Jahrhunderts an, verfolgt werden.
Das Urbar der Grafen Montfort aus dem Jahre 1419( über einUrbar der Grafen von Montfort aus Niederösterreich von Archivdirek-tor v. Zahn. Aufsatz in den Blättern des Vereines für Landeskunde)führt aus dem Schlaggraben allein drei zur Herrschaft Kranichbergdienstpflichtige Untertanen an, und zwar den„ Chumer in Slag", Andreym Slag und den Ranczhart im Slag; da das Haus Nr. 93 noch imJahre 1650 mit noch einem einzigen anderen zur Herrschaft Kranichberggehört, so ist wohl anzunehmen, daß einer der drei Genannten Insassedes Hauses war. Von da an fehlt aber jede Nachricht bis zum Jahre1643, von welcher Zeit an erst die vorhandenen Aufzeichnungen dielückenlose Geschichte des Hauses und seiner Besitzer ermöglichen.
1. Peter Weninger. 16.- 1655.
Um 1640 saß ein Peter Weninger auf dem Hofe; sein Weib Glossar ::: zum Glossareintrag Weib hießEuphemia. Diese gebar ihm im Jahre 1643 einen Sohn Jakob. Wenin-ger starb 30. November 1655 als„ Kranichberger Untertan in Schlag,Amt Otterthal" im Alter von 40 Jahren. Der Wert des nachgelassenenVermögens belief sich auf 141 fl., wobei Haus und Grund auf 50 fl.geschätzt wurde. Die Schulden betrugen 33 fl., somit das reine Ver-mögen 108 fl., welches sich die Witwe und der einzige Sohn Jakob zugleicher Weise teilten.
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