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Trattenbach
Entstehung
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übernehmer, der älteste Sohn Fabriksbeamter, der jüngere jetzt Jabriks-Schreiber und die beiden Schwestern Weberinnen. Seitdem der jüngere,der Wenzel eingerückt ist, nimmt die Schwester seinen Platz ein undbewährt sich vollständig. Alle Storms kamen auf einmal aus der Rei-chenberger Gegend hieher und sind jetzt eigentlich schon ansässig. EinOriginal ist nur der älteste, der Wilhelm. Er ist ein leidenschaftlicherTourist, rennt wie ein Windhund, trägt einen dicken Handwerksbur-schenknüppel und seine Uhr hängt an einem geflochtenen Lederseil, andem man füglich einen schweren Fleischerhund führen könnte.

Wenn er daher gesaust kommt, fliegt alles an ihm; der rote, langeBart, die blonden Haare, der Havelock, der weiche grüne Filz und dieAuerhahnfeder, die kühn mitten durch die Krempe gesteckt ist. Manglaubt zuerst einen rauhen Gebirgler vor sich zu sehen, bis einen einhohes, mit der Fistelstimme gehauchtes Grieß Gotth!" mehr insDeutschböhmische führt.

Schräg gegenüber der Fabrik, neben dem Steinbruch, hat der Schei-benbauer sein altes Häusl aus Holz gehabt. Jetzt hat er eine neue Villahingebaut. Der kleine Laden, in dem man Zigaretten und Gummibandeln,Briefpapier und Petroleum, Seife, Semmeln, Raffee, alles mit Pe-troleumgeruch( als Spezialität) kaufen kann, ist im alten Holzhäusi.Die neuen, oberen Zimmer sind an die Fabrik vermietet.

Auf der anderen Straßenseite, keine 200 Schritte weiter, steht derRonfumverein. Es ist ein kleines Gewölbe mit der gleichen Auswahlvon Verkaufsgegenständen und der Kronawetter muß die Preise aus-schreiben, welche die Fabrik ihm vorschreibt. Manchmal versucht er'sdoch um ein wenig höher. Es nützt aber nichts, weil die Fabrikler esgleich dem Direktor sagen. Trotz alldem ist der Kronawetter dick undkugelrund, schuldet der Fabrik einen Haufen Geld und deswegen kannihn die Fabrik nicht kündigen.

Jetzt kommt an der rechten Straßenseite das Gasthaus, 3m Krugzum grünen Kranze". Es ist die Fabrikskantine. 3m oberen Stock sindWohnungen für die Arbeiter, unten ein großer Saal, Küche und Woh-nung des Kantineurs Hofmann. Das Gebäude war der Anfang un-ferer Trattenbacher Unternehmung. In ihm stand die alte Holzschleiferei.An der oberen Rückwand des Hauses fließt das Wasser im Obergrabenvorbei und an der Seitenwand ist der Wasserfall in den Siphon, derunter der Straße durch das Wasser auf die gegenüberliegende Berg-lehne leitet. Dort fällt's dann in die Turbine. Im Krug zum grünenKranz" wird Theater gespielt, da gibt es eine Radfahrer- Hilfsstation,einen Gesangverein, Turnverein und selbstverständlich auch Karten-

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