erzählen. Ich weiß nur, daß er immer große, schwere Hunde beherbergt,die keinen Jäger leiden mögen und die kein Jäger leiden mag. Ich binauch fest davon überzeugt, daß meine Rehe einen sicheren Abscheu vorihnen haben. Und meine Rehe kenne ich und kann mich in diesemPunkt auf sie verlassen. Auf das Einhalten der Jagdgrenzen leider nicht.
Ja, jetzt wird's schwer! Jetzt müssen wir uns darüber entscheiden,ob wir auf der Straße bleiben oder in den Schlaggraben aufsteigen.Petzteres wäre ja bequemer, weil wir dann in 34 Stunden oben beiunserem Haus wären, obzwar der Weg steil hinaufsteigt. Ordnungs-halber und damit eins nach dem anderen drankommt, bleiben wir lieberauf der Straße, wir können dann bei der Kirche abzweigen und kommenkommoder und nicht so verschwitzt und außer Atem oben an.
Da steht am Eingang eine kleine hübsche Rapelle, die immer frischmit Blumen bekränzt wird und immer lustig und lieb den Wanderernentgegen sieht.
IV.
Jetzt wird's nüchterner. Abseits von der Straße, links hinter Obst-bäumen, liegt das Haus und die Mühle vom Strobl. Die sieht man aberkaum und der Strobl selbst ist ein braver, ruhiger Mann, über den ichnichts sagen kann, als daß er einen Sommer lang mein Jäger war. Ichhabe mit ihm nichts und durch ihn auch nichts erlegt und erlebt.
Nun kommen drei Holzhäuser, das sind Arbeiterhäuser der Fabrik.Es gibt nämlich auch eine Fabrik am End' der Welt und die gehört nochdazu uns. Würde sie nicht uns gehören, so würde ich, so wie alle Weltmich fragen:„ Ja, da ham Sie a Fabrik? A Weberei?"
Die Sache war so. Wir erstanden einst, es muß um das Jahr 1890gewesen sein, eine Holzschleiferei in Trattenbach. Warum weiß ich nicht,da war ich erst 13 Jahre alt. Mein Vater hat uns Buben bei seinenInspektionsfahrten gewöhnlich mitgenommen. Die Holzschleiferei ar-beitete sehr schlecht. Dann wurde das Holz immer rarer, das heißt, dieBauern stiegen mit den Preisen. Inzwischen hatten wir, um die Pro-duktion zu vergrößern, eine Wasserturbine und eine kleine Dampf-maschine aufgestellt. Das Holz ward unerschwinglich, die Zufuhr zuteuer. Gebäude und Kraft waren da, von Haus aus war die Weber-zunft unser Sach, was war natürlicher, als daß wir Webstühle einstelltenund diese durch das Wasser und den Dampf treiben und durch die ge-schickte Bevölkerung, welche das Handweben von Grund auf kannte,bedienen ließen. Dann brachten wir böhmische Arbeiter und Arbei-terinnen hin.
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