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besten Freier verkauft. Doch auch solche Ehen sind meistenteils glück-lich. Die beiderseitigen Eltern kommen zusammen und besprechen die Be-dingungen, was" prezvedy" oder„ priepačky" oder„ dovedy" genannt wird.Gewöhnlich begeben sich die Eltern des Burschen zu den Eltern desMädchens, um diese zu fragen, ob sie geneigt sind, ihre Tochter an ihrenSohn zu verheiraten. Willigen sie ein, so wird sofort ein Tag für die,, smluvy" festgesetzt, die auch„ rukovanky" oder„ šdávanky" genanntwerden. An einem Tage kommen auch die Eltern des Mädchens insHaus der Eltern des Burschen, um ihre Wirtschaft in Augenschein zunehmen. Zu den„ prezvedy" geht oft die Mutter oder die Schwester desBurschen.
In der Gegend von Trenčin geht der Bursche selbst mit einigen Freundenhin, in der Gegend von Gemer zwei Frauen oder der Vater des Burschen,in der Gegend von Liptau die Mutter und die Verwandten. Werden sievon den Eltern des Mädchens günstig aufgenommen, so werden die„ pere-zvy" sofort abgeschlossen. Der zukünftige Schwiegervater,„ svokor", drücktdem Mädchen einen Dukaten oder einen Taler in die Hand. Oft bringendie Personen von seiten des Burschen auch für die Eltern des MädchensGeschenke mit; nehmen diese die Geschenke an, so ist das ein Zeichenihrer Zustimmung. Am folgenden Tage schickt die Mutter der Braut insHaus des Bräutigams Geschenke. Braut und Bräutigam schenken einanderRinge.
Mancherorts schicken die Eltern des Burschen ins Haus der Elterndes Mädchens einen Werber," pytač" genannt. Will das Mädchen denBurschen heiraten, so gibt sie dem Werber einen Strauß für den Burschen.Am Donnerstag, Freitag oder Sonnabend nach den„ prezvedy" begibt sichdie nächste Verwandtschaft des Burschen ins Haus des Mädchens. Außerden Verwandten muß noch der„ pytač" oder der„ družba" dabei sein. Der" pytač" ist gewöhnlich ein unverheirateter Verwandter, den sich der Burschevorher dazu erwählt. In der Gegend von Blatnica hat der„ pytač" oder,, starejši" noch einen„ mlčko" und in Gemer einen„ zástavník" als Ge-hilfen bei sich. Das Mädchen wählt sich einen„ oddavač"( Übergeber).Die Verwandten des Mädchens versammeln sich mit dem„ oddavač" imHause der Eltern des Mädchens. Die Verwandten des Burschen brechenins Haus des Mädchens auf; voran reitet der„ zástavník", d. i. der Fahnen-träger, der eine rotweiße Fahne in der Hand hält; hinter ihm reitet der,, družba", der Bursche und seine Freunde, alle mit Sträußen an den Hüten.Die Pferde sind mit Blumen, Bändern und Handtüchern geschmückt.Den Schluß bilden die Musikanten. Wenn sie sich dem Hause der Brautnähern, kommen ihnen die Hausbewohner entgegen und grüßen sie. InGemer nehmen alle die Hüte ab, nur der Bräutigam behält den seinenauf. Der„ starejši" hält eine Rede, in der er den Verwandten der Brautden Zweck ihres Kommens offenbart. Mancherorts bestreuen die Mädchendie Braut mit Kukuruz oder mit anderen Samenkörnern, wobei sie ihrSegen und Reichtum wünschen. Der„ oddavač" begrüßt das Gefolge des