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Völkerschmuck : mit besonderer Berücksichtigung des metallischen Schmuckes
Entstehung
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Den Übergang zum Schmuck der europäischen Völker in der Neuzeit bilden die reichen Völkerschmuck-Schätze, welche die Völker der Balkanhalbinsel bis auf den heutigen Tag in größter Freigebigkeit zur Festtracht anlegen( namentlich seitens der Weiblichkeit). Überall ist im vorliegenden Werke bei der Vorführung des nationalen Schmuckesder europäischen Völker dem Bauernschmucke eine besondere und hervorragende Stellung eingeräumt worden, in derÜberzeugung, daß auch hier noch eine ungehobene Fülle reizvoller Ornamentik und solider Formensprache für die Gegen-wart fruchtbar zu machen ist. Die vorgeführten europäischen Schmucksachen entstammen zumeist dem XVIII. und derersten Hälfte des XIX. Jahrhunderts. Auf frühere Epochen ist nur ausnahmsweise zurückgegriffen worden. Bezüglich derAuswahl im einzelnen sei auch hier daran erinnert, daß wohl ein eiliger Umblick, aber keineswegs ein erschöpfenderÜberblick über die europäische Produktion versucht worden ist.

Bei der Herstellung des vorliegenden Werkes hat sich der Herausgeber Martin Gerlach des gütigen Entgegen-kommens zahlreicher Museen und privater Sammler zu erfreuen gehabt, welche ihm nicht nur die photographische Ab-bildung verschiedener kleinerer und größerer Reihen von Schmuckgegenständen ihres Besitzes bereitwilligst gestatteten,sondern auch für die Beschreibung der Tafeln, welche, entsprechend dem praktischen Zwecke des Werkes, so kurz wiemöglich gehalten werden durfte, die entsprechenden Daten mit großer Liebenswürdigkeit zur Verfügung stellten. DerHerausgeber erfüllt nur eine angenehme und tiefgefühlte Pflicht, indem er den nachfolgend benannten hohen Behördenund Museumsleitungen, sowie Sammlern den wärmsten und verbindlichsten Dank vor der Öffentlichkeit ausspricht:

Hohes k. k. Oberstkämmereramt in Wien; Intendanz des k. k. naturhistorischen Hofmuseums in Wien; Direktionen amk. k. kunsthistorischen Hofmuseum in Wien; Direktion des k. k. Österreichischen Museums für Kunst und Industrie in Wien; desMuseums für österreichische Volkskunde in Wien; der Kunstgewerbeschule in Wien; des Mährischen Gewerbe- Museums in Brünn;des Čechoslavischen ethnographischen Museums und des Náprstek- Museums in Prag; des Nordböhmischen Gewerbe-Museums in Reichenberg; des Ungarischen National- Museums und des Landeskunstgewerbe- Museums in Budapest; desKönigl. Kunstgewerbe- Museums und des Museums für Völkerkunde in Berlin; des Schlesischen Museums für Kunstgewerbeund Altertümer in Breslau; des Kunstgewerbe- Museums und des Museums für Völkerkunde in Dresden; der Großherzog-lich Badischen Sammlung für Altertums- und Völkerkunde in Karlsruhe; der Königl. Zeichen- Akademie in Hanau; desMuseums für Länder- und Völkerkunde in Stuttgart; der Neuen Pinakothek in München; des Kunstgewerbe- Museums unddes Germanischen Museums in Nürnberg; des Museums für Kunst und Gewerbe in Hamburg; des Gewerbe- Museumsin Bremen; des Neuen Städtischen Museums in Braunschweig; des Museums für Völkerkunde in Leipzig; des Landes-Museums in Zürich; des Louvre in Paris; des British- Museum in London; des Natural- Museum in Edinburgh; Exzellenz HerrGraf Karl Lanckoroński, Wien; Herr H. Tarnay, Wien; Frau Amalie Schönchen(+), k. k. Hof- Schauspielerin, Wien; HerrHofrat Prof. Dr. M. Rosenberg, Karlsruhe; Herr Hofjuwelier Theodor Heiden, München; Herr Goldschmied A. Merklein,Nürnberg; Herr Postdirektor C. Eßlinger, Leer; Herr Tillmann- Schmitt, Breslau; Herr Ziseleur T. Schmitz, Breslau;Frau von Minkwitz, Breslau; Herr E. Voetz, Haarlem; Herr Dr. Focke, Bremen.

Wenn dem vorliegenden Werke, wie wir wohl hoffen dürfen, ein dauernder Wert für die Hebung und Befruchtungder Goldschmiedekunst und überhaupt für das künstlerische und wissenschaftliche Interesse am menschlichen Schmuckund seiner Entwicklung innewohnt, so gebührt der Dank hierfür in erster Linie den genannten Museen und Sammlern, derenschönstes Vorrecht es bleibt, aus toten Dingen wieder neues Leben zu wecken.

Wien, im September 1906.

WIEN

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DR. M. HABERLANDT

k. u. k Kustos der ethnographischen Sammlung des

k. k. naturhistorischen Hofmuseums.