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Phonographische Aufnahmen der bretonischen Sprache und zweier Musikinstrumente in der Bretagne
Entstehung
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ausgibt, einen Zahn zu ziehen, da dieser an Zahnschmerzenleide. Während der Operation läuft der Witzbold, aus Mitleid,wie er sagt, davon und der Zahnarzt erhält schließlich von demOperierten wuchtige Schläge mit dessen Pen- baz( dem landes-üblichen Stock mit einer Eisenkugel). In der Erzählung spiegeltsich die Unbeliebtheit, deren sich die Leute von Cornouaillesin den übrigen Teilen der Bretagne erfreuen, wieder. Platte1008 enthält die ersten zwei Strophen eines Liedes, das diemenschliche Liebe mit der der Turteltaube vergleicht. Das Liedist in verschiedenen Fassungen in der ganzen Bretagne bekannt.Daraus, daß in der 1. Strophe von einem Feuersteingewehr dieRede ist, kann man schließen, daß das Lied textlich einemfrüheren Jahrhunderte angehört. Die Melodie soll jedoch modernsein( nach François Vallée). Die Übersetzung und Reinschriftder Texte von Platte 1007 und 1008 hat der Phonographierteselbst besorgt. Die nun weiterhin Phonographierten verdankeich teils Empfehlungen des Herrn François Vallée, teils solchendes Herrn Professor Josef Loth.

Von Guingamp im Département Côtes du Nordrühren die Platten 1009, 1010, 1011 und 1012 her. Platte 1009und 1010 lieferte der Abbé und Gymnasialprofessor Louis LeClercq. Er spricht, trotzdem er in dem Orte Lanrodec imDépartement Côtes du Nord an der Grenze des Goelloge-bietes geboren ist, reinen Tréguier- Dialekt. Er ist übrigensder Verfasser einer Grammatik der Tréguier- Mundart. Platte1009 enthält die Schilderung einer Volkssitte, die in der HeimatLe Clercqs noch heute herrscht. Es wird dargestellt wie dieSchuljugend beiderlei Geschlechts am Tage nach dem Weih-nachtstage unter eigentümlichen Gesängen von Haus zu Hauszieht und überall mit Näschereien beschenkt wird. Platte 1010enthält den Anfang eines Liebesliedes, das der Phonographiertevon seiner Großmutter gehört hat, das aber bisher nicht imDruck existiert. Es schildert, wie der kleine Gabriel Le Coqam Sonntag zur Messe geht, um so seine Angebetete zu treffen,welche aus ziemlicher Entfernung dorthin kommt, um ihrerseitsden jungen Mann zu sehen. Aber erst nachdem beide dem ganzenGottesdienste beigewohnt haben, gehen sie miteinander spazieren.

Mit den folgenden zwei Phonographierten hat Le Clerc dieTexte zusammengestellt, um die ganz reinen Dialekte von dem