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Phonographische Aufnahmen der bretonischen Sprache und zweier Musikinstrumente in der Bretagne
Entstehung
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Département Morbihan und spricht den Dialekt von Unter-Vannes als Muttersprache. Platte 1002 und 1003 enthält die2. und 3. Strophe eines bisher noch nicht gedruckten Volksliedes,welches dem Phonographierten von einem Holzschuhmacherseines Heimatsortes vorgesungen worden war. Die Melodie sollecht bretonisch sein. Der Text erzählt von einem jungen Manne,der sich als Frau verkleidet bei einem Baron einfindet und esin dieser Tracht durchsetzt, die Nacht mit der Tochter desHausherrn zu verbringen. Da er dies und seine Männlichkeitam nächsten Morgen dem Baron in humoristischer Weise ein-gesteht, akzeptiert dieser ihn als Schwiegersohn. Professor Lothschließt aus dem Umstand, daß ein Baron in dem Liede vor-kommt, auf ein höheres Alter desselben; denn im modernenLeben der Bretagne spielt der Adel gar keine Rolle mehr undes wird daher seiner in der Poesie auch kaum mehr Erwähnunggetan, wie er mir sagte. Platte 1004 enthält das, Vater unser',das, Ave Maria' und einen großen Teil des, Credo'. DieseGebete existieren im Druck bloß im Dialekt von Ober- Vannes,wurden aber vom Phonographierten in den Dialekt von Unter-Vannes übertragen und in dieser Form dem Phonographenübergeben. Die Niederschrift und Übersetzung der Texte Lothsins Französische stammen vom Phonographierten selbst.

In St. Brieuc im Département Côtes du Nord standmir Herr François Vallée, Redakteur einer bretonischen Zeitung,in liebenswürdigster Weise zur Seite. Ihm verdanke ich dieBekanntschaft des Herrn Yves Lemoal, eines Journalisten undsehr bekannten bretonischen Geschichtenerzählers. Er sprachbis zu seinem schulpflichtigen Alter bloß bretonisch. Er ist inCoadout bei Guingamp im Département Côtes du Nordgeboren. Sein Dialekt ist der von Goëllo.fair ders

Platte 1007 und 1008 rühren von Yves Lemoal her,welcher übrigens bereits öfters für François Vallée in denPhonographen gesungen hat. Platte 1007 enthält eine bisherungedruckte, vermutlich wahre Geschichte, die dem Phonogra-phierten von seiner Tante mitgeteilt worden war. Ein Bewohnervon Guingamp, ein bekannter Witzbold, sieht, heißt es darin,einen Mann aus Cornouailles auf einem öffentlichen Platze mitoffenem Munde schlafen. Er begibt sich zum nächsten Zahn-arzt und ersucht diesen, dem Schläfer, den er für seinen Vater