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Phonographische Aufnahmen der bretonischen Sprache und zweier Musikinstrumente in der Bretagne
Entstehung
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Aus dem Anzeiger der philosophisch- historischen Klasse der kaiserl. Akademieder Wissenschaften in Wien vom 9. Dezember, Jahrgang 1908, Nr. XXVI.

Nr. XVII der Berichte der Phonogramm- Archivs- Kommissionder kaiserl. Akademie der Wissenschaften in Wien.

Phonographische Aufnahmen der bretonischen Spracheund zweier Musikinstrumente in der Bretagne,ausgeführt im Sommer 1908

von

Dr. Rudolf Trebitsch.

( Vorgelegt in der Sitzung am 9. Dezember 1908.)

Nachdem ich im August 1908 die Bretagne behufs phono-graphischer Aufnahmen bereist hatte, erstattete ich an das Phono-grammarchiv nachstehenden Bericht:

Als ich mich im Frühjahre des Jahres 1908 für diephonographischen Aufnahmen der bretonischen Sprache¹ vor-bereitete, standen mir Professor Dr. Heinrich Zimmer vonder Berliner Universität und auf dessen Empfehlung hin Pro-fessor Dr. Josef Loth von der Universität Rennes in Frankreichauf brieflichem Wege, letzterer späterhin auch durch münd-lichen Verkehr in dankenswerter Weise zur Seite.

Den Informationen dieser beiden Herren und anderweitigenim Lande selbst ermittelten Daten entnehme ich folgendes:

Die bretonische Sprache wird noch von ungefähr 1,250.000Menschen gesprochen; von diesen sprechen ungefähr 500.000bloẞ bretonisch, während die übrigen sowohl bretonisch

1 Die bretonische Sprache wird ebenso häufig als armorische Sprache be-mozzeichnet. Über ihre Stellung innerhalb der keltischen Sprachen s. Nr. XIIder Berichte der Phonogrammarchivkommission, Anmerkung 1.