Druckschrift 
Phonographische Aufnahmen der welschen Sprache in Wales, der Manxschen Sprache auf der Insel Man, der gaelischen Sprache in Schottland und eines Musikinstrumentes in Schottland, ausgeführt im Sommer 1909 : vorgelegt in der Sitzung am 15. Dezember 1909
Entstehung
Einzelbild herunterladen
 

8

gründete christliche Sekte aufnehmen lassen. Bei dieser Ge-legenheit fragt ihn der betreffende Geistliche, ob es dem Be-werber mit seiner Absicht ernst sei. Darauf dieser:, Nein, meineFrau wünscht es und um zu Hause den Frieden zu haben, tueich es. Auf die weitere Frage des Seelsorgers, ob der Land-mann Gott um eine christliche Lebensführung gebeten habe,erwidert dieser:, Niemals.' Darauf der Geistliche:, Wie kannstDu das verantworten? Der Gefragte:, Ich habe keine Freudean der ganzen Sache. Die 2. Geschichte, die von demselbenLandmann handelt, ist auf dem zweiten Teil von Pl. 1048wiedergegeben, während ihr Schluß die erste Hälfte von Pl. 1049ausfüllt. Als der Geistliche den Bauern über den Charakterseiner Magd, die in dieselbe christliche Sekte aufgenommenwerden möchte, befragt, erwidert dieser:, Für das Tragen vonDünger und Heben von Kornbündeln kenne ich keine Bessere'.3. Geschichte auf Pl. 1049. Ein Major schickt seine Magd miteinem Schreiben, worin er um Antwort bittet, zu einem ihmbenachbarten Bauern. Die Magd wartet auf Antwort und er-hält schließlich ein Kuvert mit unleserlichen Kritzeleien darauf.Als der Major es öffnet, überzeugt er sich, daß der Inhalt ge-radeso aussieht. Als der Offizier nach einiger Zeit mit demLandmann zusammentrifft, macht er ihm Vorwürfe, er habeseinen Antwortbrief nicht lesen können. Darauf der Bauer:, Dasind wir ja im gleichen Falle. Ich habe ja Ihr Schreiben auchnicht entziffern können'. Anmerkung des Phonographierten: DerLandmann war des Schreibens und Lesens unkundig und wollteseine Unwissenheit auf diese Art bemänteln.

Pl. 1050 und 1051 von dem Tapezierer und SchriftstellerJohn Isaak Thomas. Niederschrift und Ubersetzung eben-falls von ihm. Die hier festgehaltenen Erzählungen sind nochungedruckt und der Phonographierte verdankt sie münd-lichen Mitteilungen seines Vaters. Pl. 1050: Eine Geschichtemit dem Titel, Dai Cai und seine Scherze. In einer religiösenVersammlung in der Kirche von Llandyssil befand sich unterandern auch der Schneider Dai Cai. Er war gerade halb be-trunken und unterbrach die Sitzung fortwährend; darum ließeiner von den Herren einen Polizeimann kommen und ersuchteihn, den Störenfried in den Fußblock( ein altes Strafwerkzeug,in welchem die Füße des Delinquenten eingeklemmt wurden) zu