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Phonographische Aufnahmen der irischen Sprache in Irland und einiger Musikinstrumente in Irland und Wales, ausgeführt von Dr. Rudolf Trebitsch im Sommer 1907 : vorgelegt in der Sitzung am 5. Februar 1908
Entstehung
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mit Ratschlägen gütigst zur Seite: Professor Dr. WilhelmMeyer- Lübke, Professor Dr. Rudolf Much von der WienerUniversität und Hofrat Professor Dr. Hugo Schuchardtin Graz. Ferner erhielt ich Informationen von Mr. OwenEdwards, inspector of Welsh education am board of education inLondon und von Herrn Dr. Douglas Hyde aus Ratra French-park in Irland, dem Präsidenten der, Gaelic League' in Dublin.

Aus dem, Census of Ireland' vom Jahre 1902, dessen Ein-sicht mir gütigst im British Museum zu London gestattet wurde,entnehme ich folgende Zahlen: Im Jahre 1881 sprachen nuririsch 64.000 Einwohner, im Jahre 1901 sprachen nur irisch21.000 Einwohner. Die Einwohnerzahl von Irland betrug imJahre 1901 3,073.000. Der Sekretär der, Gaelic League' inDublin, Mr. Fionan Mac Coluim, behauptete jedoch in Über-einstimmung mit anderen Herren von der, Gaelic League', daßdie Zahl der irischen Monoglotten auf 50.000 geschätzt werdenmüsse und bei Volkszählungen hinsichtlich der MonoglottenIrrtümer vorgekommen seien, indem Leute, die nur einigeWorte englisch aufgeschnappt hätten, sich als englisch undirisch redend bezeichneten. Nach dem, Census of Ireland'sprachen englisch und irisch im Jahre 1881 886.000 Ein-wohner und im Jahre 1901 620.000 Einwohner. Unter denenglisch und irisch sprechenden Leuten finden sich solche,deren Muttersprache Englisch ist, die aber dank der Agitationder, Gaelic League' Irisch gelernt haben. Diese kommen natür-lich, da für sie, Irisch' nichts anderes als eine fremde Spracheist, für den Phonographen nicht in Betracht. Sie werden inIrland kurzweg als, Irish scholars' bezeichnet und vor ihnenhat mich Dr. Heinrich Zimmer, Professor der keltischen Philo-logie an der Berliner Universität, ausdrücklich brieflich gewarnt.Die im Osten Irlands irisch sprechende Bevölkerung gehörtzum allergrößten Teile in diese Kategorie. Auch diese Angaben ver-danke ich einem Briefe des Herrn Professor Zimmer vom Juni 1907.

Nach dem Rate Professor Zimmers und auch anderer Sachver-ständiger sollte ich womöglich nur vor dem Jahre 1845 geboreneLeute, d. h. über 62 Jahre alte, für den Phonographen benützen.Dieser Vorschlag ist darin begründet, daß Irland im Jahre 1845 voneiner Hungersnot heimgesucht war und infolge der sich darananschließenden massenhaften Auswanderung nach Amerika und