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Rezente Pfahlbauten von Donja Dolina in Bosnien
Entstehung
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wird, während das bulgarische furuna, furna, fbrnja und das türkischefurun( aus dem mgr. und ngr. poopvoc, vergl. Murko, 1. c. 36, S. 106)nur den Backofen zu bezeichnen scheint. Wie ich schon früherdargelegt habe, waren die ältesten Öfen in Dolina ohne Kacheln undihrer Form nach den Backöfen sehr ähnlich, weshalb sie auch wahr-scheinlich den Namen Furuna führten, der später, mit der Einführungder Kacheln, in» peć« vertauscht wurde. Infolge dieser Neuerungkonnte sich die frühere kistenartige Form des Ofens weiter in verti-kaler Richtung entwickeln, was ohne Kacheln infolge der Schwerenicht möglich war.

Über den Kachelofen der gewöhnlichen Form sagt Meringer( Wissenschaftliche Mitteilungen, S. 260), daß er erst in jüngerer Zeitseinen Einzug in das bosnische Haus gehalten hat; woher er ge-kommen ist, in welcher Form er übernommen wurde und welcheEntwicklung er im Lande selbst durchgemacht hat, wird sich beifortgesetzten Studien wohl noch ermitteln lassen. Für Dolina kannman mit großer Wahrscheinlichkeit annehmen, daß er von denTürken, und zwar gerade in der Sphäre des genannten großentürkischen Einflusses, übernommen worden ist. Das hindert aber garnicht, daß die Bevölkerung von Dolina auch vordem die obige alter-tümliche Form ohne Kacheln, welche in Bosnien bis in die vor-geschichtliche Zeit reicht und auch der prähistorischen Pfahlbau-bevölkerung von Dolina bekannt war, besaß.

Während die Häuser der ersten Bauperiode sehr selten einen>> kiljer« haben, findet man ihn jetzt beinahe in jedem Hause. SeineStellung ist, wie früher, an der rückwärtigen Wand der Kuća oder häufigeran der Schmalseite derselben. Er hat selten sein eigenes Dach, sondernist entweder durch Abtrennung eines Teiles von der Kuća entstandenund unter das Hausdach selbst einbezogen, was wir als Anfang derEntwicklung des Hauses in horizontaler Richtung ansehen können,wobei die Kuća in die Mitte, zwischen dem Kiljer und der Soba, zustehen kommt( vergl. Grundriß Fig. 12) oder er wird an die Wandvon außen angebaut und das Hausdach auf dieser Seite um so vielverlängert, daß es den Kiljer überdeckt. Die Türe, welche sehr niedrigist, geht in den meisten Fällen nach der Kuća auf, seltener nach demTrijem oder Tremić. Die Kiljer sind selten mit einem Fensterchen ver-sehen, welches mitunter vergittert oder mit einem Schubbrett ver-sehen ist. Sie dienen hauptsächlich, wie schon hervorgehoben wurde,zur Aufbewahrung von allerhand Hauskram, Graffelwerk und niemalsals Speisekammer oder Schlafstätte, das letztere schon nicht wegenihrer kleinen Dimensionen.

Die Trijems( der Tremić wird weder gedeckt noch mit einerBrüstung versehen) bleiben auch fernerhin ganz offen; erst in neuererZeit hat man vor einige Häuser mit Walmdächern gedeckte und miteiner Bretterbrüstung versehene Trijems vorgelagert.