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Vorrichtung vor dem Trijem. Eine kleinere Hängevorrichtung auseiner Stange steht gewöhnlich über dem Ofen und hier werdenKleider und Schuhzeug in der nassen Witterung zum Trocknen auf-gehängt.
Töpfe mit Milch stehen hinter dem Ofen, im» zapečak« oder,was viel häufiger ist, unter dem Bett. Wenn die Milch- und sonstigeTöpfe gewaschen werden, steckt man sie auf die Zäune, damit sietrocknen. Religiöse Bilder und ähnliches kommen heute noch nichthäufig vor.
Dies ist beiläufig das ganze Inventar der Stube, bis auf denWebstuhl, welcher in keinem Hause fehlen darf. Webstühle hat manauch in prähistorischer Zeit in Bosnien gekannt, obwohl wir aus demPfahlbau in Dolina außer der großen Webstuhlgewichte nicht dasGeringste besitzen, was auf einen solchen deuten könnte. Der Web-stuhl, dessen Beschreibung im zweiten Teile dieser Arbeit folgenwird, ist gewöhnlich irgendwo an der Wand in der Nähe einesFensters aufgestellt, damit die Weberin genügend Licht hat. Wennnicht gewoben wird, nimmt man den Webstuhl auseinander und hebtihn irgendwo am Dachboden oder im» kiljer« auf. Ebenso werden dasSpinnrad und die übrigen Behelfe gleichfalls nur dann herbeigebracht,wenn es erforderlich ist.( Vergl. Taf. VI, Fig. 2, 3; Taf. VII, Fig. 3, 5, 8.)Figur 10 zeigt uns ein Interieur eines Feuerherdraumes.
Damit schließe ich meine Betrachtungen über das Haus undseine Einrichtung in der ersten Bau periode und wendemich nunmehr der Besprechung des Hauses aus der zweiten unddritten Bau periode zu.
Die Regelung der Agrarverhältnisse zwischen den Grundherrenund den Pächtern nach der Verordnung vom 14. Safer 1859 ging auchnicht ohne Einfluß auf den Hausbau vorüber. Bisher lagen die einzelnenHütten in dichten Wäldern verborgen, von nun an sehen wir sie anoffenen Stellen und mehr oder minder gruppiert. Die Grundherren,deren Einkünfte sich infolge der ewigen Kriege und Aufstände be-deutend vermindert hatten, widmeten nunmehr ihrem Besitze mehrAufmerksamkeit. Die verlassenen Orte wurden von neuem durchZuzug aus dem Innern des Landes besiedelt, geeignete Plätze urbargemacht und ernst daran gegangen, sich einer ruhigen, rationellenWirtschaft zu widmen. Man ging der Bevölkerung sehr an die Handund unterstützte sie nach Kräften. Sukzessive wurden alle jene Hütten,welche noch verstreut im Walde standen, auf die neuen Besiedlungs-plätze gebracht, und was halbwegs brauchbar war, wurde auchentweder für diesen Zweck verwendet oder doch in>> zgrade<< undStallungen umgewandelt. Ähnliches wird auch aus Serbien berichtet,wo seit der Befreiung ebenfalls im Hausbaue große Veränderungenvor sich gegangen sind. Es werden häufig derartige im Hofe zurück-bleibende, ärmliche» alte Häuser«(» stare kuće«) erwähnt, welche zu